| Mein Schiff 4 in Oslo |
Erfahrungsbericht der Mein Schiff 4
HIER ist der Link zum Schiff mit vielen Informationen.
Nun zu unseren persönlichen Erfahrungen mit dieser Betten-Burg, welche am 5. Juni 2015 in Kiel getauft wurde:
Obwohl so ein Megaliner nicht unser Ding ist, interessierte uns v.a. das behindertenfreundliche Konzept von TUI-Cruises.
Schon beim Ausfüllen des Bordmanifests vor der Reise via Internet soll man über eine Behinderung und deren Art (mittels Auswahlfenster) Bescheid geben.
In einer Email haben wir dann noch um einen Duschhocker gebeten.
Bei der Ankunft im Kreuzfahrtzentrum in Kiel werden einem gleich die Koffer abgenommen und so können wir nur noch mit dem Handgepäck belastet mit dem Lift in den 1. Stock fahren. Wir betreten eine grosse Halle, wo sich schon viele andere Neuankömmlinge in einer langen Warteschlange einreihen, um an die Check-in-Schalter vorgelassen zu werden. Bevor wir uns überhaupt richtig orientieren können, winkt uns eine Mitarbeiterin von weitem zu sich, so dass wir an einem gesonderten Check-in-Desk anstehen können.... genau wie es auch auf der HP von TC (TUI-Cruises) schon steht:
"Unseren Gästen mit einer körperlichen Beeinträchtigung steht beim Check-in der gesonderte Check-in der Suiten und Junior Suiten Gäste zur Verfügung. Bitte sprechen Sie die örtlichen Mitarbeiter an."
Hier sind es nur ein paar wartende Gäste und wir können schon bald unsere Bordkarte entgegennehmen und auch gleich die Kreditkarte registrieren lassen.
Denn obwohl:
"Mit dem Premium Alles Inklusive-Konzept sind viele Extras, die Sie woanders dazubuchen müssten, im Reisepreis schon inbegriffen. Erleben Sie die Freiheit, einfach nur zu genießen: So steht Ihnen an Bord rund um die Uhr eine große kostenfreie Auswahl an Getränken zur Verfügung. In zahlreichen Restaurants & Bistros sind Sie eingeladen, nach Herzenslust zu bestellen. Im Hauptrestaurant Atlantik – Klassik werden Sie am Platz bedient – ein Service, der für Sie bereits inklusive ist."
...müssen z.B. Ausflüge, Einkäufe in den Bordläden oder "exclusive" Leistungen nachträglich bezahlt werden.
Nach dem Check-in und noch bevor wir einen Fuss auf das Schiff setzen können, müssen wir durch die Sicherheitsprüfung. Dies geschieht auch dann jedes Mal, wenn wir nach einem Ausflug oder einfach sonst auf das Schiff zurückkommen. Dann findet das ganze Prozedere meistens direkt auf dem Schiff statt. Auch da müssen behinderte Gäste nicht den ganzen Weg durch die Absperrbänder laufen, sondern können abgekürzt direkt zum Scannen. Denn wenn mehrere Ausflugsbusse gleichzeitig ankommen, kann es zu langen Wartezeiten kommen.
Nun betreten wir aber zum ersten Mal die Mein Schiff 4, werden von TUI-Mitarbeitern herzlich begrüsst, mit dem Tagesprogramm ausgestattet und höflich darum gebeten, uns bis zum Bezug der Kabine um 15:00 Uhr (noch ca. eine halbe Stunde) z.B. in eine Bar oder ein Restaurant zu begeben. Wir wählen das Anckelmannsplatz – Buffet-Restaurant (Deck 12, Aqua), wo wir aber nur etwas trinken. Später haben wir herausgefunden, dass wir auch schon viel früher - auch schon kurz vor Mittag - auf das Schiff hätten gehen können! Macht ja auch Sinn, sonst würden sich mehrere hundert Menschen gleichzeitig im Terminal vor dem Check-in drängen und endlos auf den Einlass warten.
Um 15:00 Uhr kommt von der Kreuzfahrtdirektorin Doreen Kuempel eine Begrüssungsdurchsage, dass nun die Kabinen bezugsbereit seien. Wir warten aber noch ein Weilchen, denn naturgegeben drängt es die meisten Passagiere ihr neues Zuhause für diese Reise aufzusuchen.
Auch wir wollen uns nicht ewig auf die Folter spannen und fahren mit dem Lift (gleich in der Nähe) auf unser Deck hinunter, ein paar Schritte bis zur Kabine, wo schon die Koffer davor stehen.
| aus einem der 6 Lifte raus... |
| ...kurz orientieren... |
| ...NICHT Richtung Treppenhaus gehen.... |
| ...kurz dem Gang entlang bis zur 3. Einbuchtung |
Kabine 7098
| Wohnfläche 17 m2 |
Unsere Kabine 7098 haben wir mit Bedacht ausgewählt:
- sie soll einen Balkon haben
- nicht weit von der Lift- bzw. Treppenhauszone entfernt sein
- nicht zu weit oben
- in der Mitte des Schiffs
- möglichst kein Rettungsboot direkt unter dem Balkon
- auf der Steuerbordseite liegen*
- dieselbe Kabine für beide Reisen
| Unsere Musterstation für den Notfall befindet sich im Restaurant Hanami: hinter der Fensterfront links unten, das zugehörige Rettungsboot noch knapp rechts im Bild sichtbar. |
| Sicht nach links: unser Rettungsboot |
| Sicht nach unten: Rettungsinseln in Tonnen |
| Blick nach rechts unten: Shuffleboardfeld. Wenn selten mal gespielt wird, ist Ende mit der Ruhe |
Bei der Buchung 1 ½ Jahre vor der Reise waren diese Kriterien erfüllbar und wir wurden nicht enttäuscht. Unsere Balkonkabine auf Deck 7 (Hanse) liegt nur 2 Decks höher als das Promenadendeck (Pier), wo die Rettungsboote verankert sind und die freie Sicht aufs Meer versperren (leider :-( ). So kann ich auch schnell mal hinunter und auf der anderen Seite (Backbord) rausschauen: ab und zu steht auch mal kein Rettungsboot vor der Reling :-). Dies ist v.a. dann (für uns) wichtig, falls das Schiff mit eben dieser Backbordseite an der Pier liegt. Gerade bei morgendlichen Ausflügen, wenn die Zeit knapp ist, wollen wir uns schnell über die Gegebenheiten des Hafens (wie weit bzw. umständlich ist der Weg zu den Ausflugsbussen?) orientieren können.
*(Irrtümlicherweise haben wir gedacht, dass das Schiff mehrheitlich mit der Steuerbordseite an der Pier festmacht, aber in den 11 Häfen, welche wir angelaufen haben, hatten wir gerade zweimal mit unserer Kabine eine Aussicht zum Hafengelände und auch bei Ankunft am Ende der Reise in Hamburg. Einmal waren wir auf Reede, vor Dublin)
Die nahe Liftzone stört überhaupt nicht, die Türen und auch die Wände zu den Nachbarkabinen sind praktisch lärmdicht. Einzig die Vakuum-Toiletten Spülung macht kurz ein lautes, zischendes Geräusch, welches auch gut aus den umliegenden Kabinen zu hören und der einzig negative Punkt ist.
Die Kabine hat keine Minibar und es werden auch keine Wasserflaschen hingestellt. Aber bei den Liftzonen gibt es Wasserspender, dafür steht in der Kabine eine ½ Liter Karaffe bereit. Ebenfalls zur Verfügung hat man eine Nespresso-Maschine mit 1 Kapsel pro Tag pro Person. Jede weitere Kapsel kostet 1 €, wir haben von zu Hause welche mitgebracht und können diesen anstandslos auch verwenden.
| Wasserspender neben den Aufzügen |
| Nespresso-Maschine, 2 Kapseln/Tag, Wasserkaraffe |
Froh sind wir auch über die Aufteilung der Kabine, also dass die Betten nicht vorne bei der Balkontüre stehen, sondern das Bettsofa mit dem freien Raum davor. Bei unseren Nachbarkabinen ist es genau umgekehrt, da schläft man näher zur Balkontüre.... muss nicht sein.
| man kann hier nicht nur gemütlich einen Kaffee trinken, abends nehmen wir uns manchmal auch etwas von der Bar mit in die Kabine |
Im kleinen, aber genügend grossen Badezimmer befindet sich das Lavabo, das WC und eine Duschkabine UND ..... der Duschhocker! Wie viele Male (andere Schiffe oder Hotels) mussten wir schon an der Rezeption deswegen nachfragen, obwohl wir diesen Wunsch vorgängig geäussert haben.
Ebenfalls zu unserer Erleichterung hat mein Mann schon einen Umschlag mit einem Schreiben erhalten, in dem ihm der Ablauf für gehbehinderte Personen vor den evtl. gebuchten Ausflügen erklärt wird.
Im Hinblick auf das Bordleben sind auch die Informationen sehr hilfreich, welche am grossen TV-Bildschirm abrufbar sind:
- die aktuelle Position des Schiffes
- das aktuelle Wetter
- 3 Bordkameras: Bug, Poolbereich und Heck
- mein Reiseplan
- die gebuchten Ausflüge und deren Beschrieb
- das Bordleben: mit dem Tagesprogramm, Landausflüge, Unterhaltung etc.
und ganz wichtig, unter Genuss sind sämtliche Restaurants und Bars aufgeführt, deren
Sehr komfortabel ist die Einsicht in die Menukarten der Bedienrestaurants. So kann man sich für den aktuellen und den nächsten Tag anschauen, was es wann und wo zu Essen gibt. Wir lesen uns also die Menukarten durch und entscheiden, in welches Restaurant wir Essen gehen.
All diese Informationen kann man auch via kostenlosem Internet und die MeinSchiff 4 Seite auf einem mobilen Gerät oder an einem grossen Touch-Screen Bildschirm im Bereich der Aufzüge nachschlagen.
All diese Informationen kann man auch via kostenlosem Internet und die MeinSchiff 4 Seite auf einem mobilen Gerät oder an einem grossen Touch-Screen Bildschirm im Bereich der Aufzüge nachschlagen.
Übrigens: gereinigt wird die Kabine von 2 Stewards! Auf dem Foto ist Cheryl zu sehen. Mit ihrem Kollegen Made sind sie ein eingespieltes Team und machen zweimal am Tag einen hervorragenden Job. Obwohl die Trinkgelder im Reisepreis inbegriffen sind, haben wir ihnen mittels eines kleinen "Zustupfs" unsere Anerkennung gezeigt.
Externer Link zur: Balkonkabine
Restuarants
Die Öffnungszeiten sind sehr grosszügig, v.a. abends von 17:30/18:00 bis 21:30 Uhr.
Während unseres Aufenthaltes haben wir Glück und müssen kaum je lange Anstehen. Man wird vom Restaurantpersonal an einen freien Tisch geführt, was zu Verzögerungen kommen kann. Wir bekommen jedoch rasch einen freien Tisch, meistens einen für gehbehinderte Personen reservierten Tisch:
"In unserem Hauptrestaurant – Atlantik sowie in unserem Anckelmannsplatz – Buffet-Restaurant sind Tische für Gäste mit eingeschränkter Mobilität und ihre Begleitung reserviert. Sie liegen immer in der Nähe der Zugänge und sind auch mit einem Rollstuhl einfach erreichbar. Selbstverständlich können in allen unseren Restaurants & Bistros (inklusive der Spezialitätenrestaurants) sowie Bars & Lounges Tische mit einem Rollstuhl erreicht werden."
Trotz der Bequemlichkeit des 'Bedientwerdens' gehen wir sehr oft ins Buffet-Restaurant, auch dort ist in den meisten Fällen solch ein reservierter Tisch frei. Unsere Lieblingsstation in das Wok-Buffet: man stellt sich seine Zutaten selbst zusammen, gibt sie dem Koch und bekommt einen Timer, welcher bei Fertigstellung des Gerichts piepst und brummt, dauert meist keine 5 Minuten. Das Essen ist übrigens in allen Restaurants nach unserem Geschmack, also sehr lecker.
Ausser das Rührei beim Buffet hat nach Fisch geschmeckt....!
Ausser das Rührei beim Buffet hat nach Fisch geschmeckt....!
| Anckelmanns-Buffet-Restaurant |
| Aussenbereich Tag&Nacht Bistro |
Dieses Bistro ist v.a. geeignet, wenn man mal ausserhalb der Öffnungszeiten der Restaurants Hunger verspürt.
| Tag&Nacht Bistro, 24 Std. geöffnet |
| nach links zum Hanami - rechts zum Tag&Nacht Bistro |
| Hanami, japanische Köstlichkeiten, kosten extra - gleichzeitig auch unsere Musterstation |
| Bedienrestaurant Atlantik-Klassik |
Bars & Lounges
TUI-Bar:
SchauBar
TUI-Bar:
| abends spielt eine virtuelle Band (Video-Wand, siehe nächstes Bild). Darunter befindet sich die Rezeption |
| tagsüber werden Landschaftsbilder gezeigt, untermalt mit meditativen Klängen |
| ein Deck höher befinden sich das Hanami und das T&N-Bistro |
SchauBar
| kunstvoll gestalteter Durchgang zur SchauBar |
AussenalsterBar
| auch hier gibt es ein Buffet mit Kleinigkeiten |
UnverzichtBar
| beim Indoor-Pool (rechts im Bild, geht durch in den Aussenpoolbereich) befindet sich diese gemütliche Bar, v.a. abends bei künstlichem Kerzenlicht und ruhigen Klängen sehr stimmungsvoll |
Poolbereiche
Innenpool:
Aussenpool:
| 25 m Länge, welche bei stärkerem Seegang geteilt wird: |
| Dies ist der Blick aus der Kabine via Pool-Kamera! Eine Gesichtserkennung anonymisiert die Gesichter. Mich selbst findet man im Whirlpool. |
Was es auf den Sonnendecks sonst noch so gibt:
| gemütliche Sitzgelegenheiten |
| noch eine Bar: ÜberschauBar |
| Sportarena |
| Der Ausguck am Heck |
| ein kleiner Balkon mit Glasboden: mir wurde es zuerst recht mulmig |
nun wieder ins Innere zur Rezeption, wo man bei einem der wenigen Anliegen kaum warten muss:
während der Liegezeiten im Hafen sind die Bordgeschäfte geschlossen:
zu bestaunen gibt es bei der WaterkantBar ein Modell der MS4:
| mit Live-Video in den Machinenraum (links) |
Brückenführung
Die Brücke eines Schiffes ist bekanntlich ein sehr sensibler
Ort und darum nur unter bestimmten Bedingungen für Unbefugte zugänglich. Trotzdem
ist so eine Brückenführung eine interessante Abwechslung vom Schiffsalltag und
darum auch begehrt.
Da ein Ausflug auf die Kommandozentrale der Mein Schiff 4
nicht einfach so im Tagesprogramm steht, muss man selber aktiv werden und sich
an der Rezeption dafür anmelden.
Gleich am ersten Tag gehen wir zur Rezeption, die Dame am Empfang
nimmt den Wunsch entgegen und setzt uns auf eine Liste mit den Worten:
"Ich kann Ihnen nichts versprechen, ob es überhaupt welche gibt und die Liste ist lang..." - Ja, kein
Problem, nehmen wir zur Kenntnis, ebenso den Hinweis, dass die Führungen nur an
einem Hafentag stattfinden....! Nun bin ich schon gar nicht mehr so erpicht,
dass es klappen würde. Bis jetzt kenne ich es so, dass die
Brückenbesichtigungen an Seetagen stattfinden und wir an einem Hafentag, also
wenn wir an Land sind, eigentlich was besseres vor haben, als mit dem Kapitän
sein Reich zu bestaunen ;-) (Anmerkung: es kommt auf den Kapitän an, ob überhaupt Brückenführungen stattfinden und ob an einem Hafen- oder Seetag)
Nun, die Hafentage kommen und gehen, ohne dass wir einen
Umschlag in unserem Postfach aussen an der Kabinentüre entdecken.
Aber, nun kommt's: ein Umschlag! liegt am letzten! Seetag der Kurzreise in
unserer Kabine!
Es ist eine exklusive Einladung vom Kapitän zur
Besichtigung. Dann aber das grosse Staunen, der Termin ist für den Tag
davor???! (in Oslo 14:45 Uhr!)
Der Ärger hält nur kurz an, denn da wären wir eh nicht hingegangen, so mitten am Nachmittag.
Der Ärger hält nur kurz an, denn da wären wir eh nicht hingegangen, so mitten am Nachmittag.
Aber die verspätete Zustellung will ich nicht so ungeklärt auf
mir sitzen lassen. Auch steht im Schreiben, dass man bei Unpässlichkeit ohne
Gewähr um einen neuen Termin bitten könne.
An der Rezeption erklärt man mir, die Umschläge würden einen
Tag vorher in die Postfächer verteilt, aber man würde uns wieder auf eine Liste
setzten, da wir ja die anschliessende Reise auch noch an Bord sind. (Eine
Erklärung für die zu späte Zustellung haben wir bis heute nicht)
Die Hoffnung, hier noch irgendwie auf die Brücke zu kommen wegen
unseres unverschuldeten Nichterscheinens und bei diesen ungünstigen Zeiten,
schwindet etwas. So hake ich diese Sache erst mal ab und vergesse sie auch.
So sind wir erstaunt, dass wir ein paar Tage später einen
Umschlag in unserem Postfach vorfinden:
Da diese Einladung einen für uns passenden Termin aufzeigt,
wollen wir ihn wahrnehmen. So gehen wir zur angegebenen Zeit in die AbtanzBar,
wo wir mittels unsere Unterschrift bestätigen, dass wir ja keinen Unfug
(oder so :-) ) anstellen. Selbstverständlich werden wir dann noch vom Sicherheitspersonal durchgescannt (Handdetektor), ehe es gemeinsam via Aufzug auf's Deck 10 geht, wo sich die Brücke befindet.
(oder so :-) ) anstellen. Selbstverständlich werden wir dann noch vom Sicherheitspersonal durchgescannt (Handdetektor), ehe es gemeinsam via Aufzug auf's Deck 10 geht, wo sich die Brücke befindet.
Beim Betreten dieses exklusiven Ortes begrüsst uns nicht der
Kapitän Todd Burgman, sonder einer seiner 1. Offiziere. Dieser greift ob der
evtl. enttäuschenden Reaktionen vor und meint, es könne gut möglich sein, dass
der Kapitän noch persönlich vorbeischauen würde. Um es vorweg zu nehmen, er lässt
sich nicht blicken, aber der nette Offizier macht seine Aufgabe als Gastgeber
sehr gut. Er erklärt unterhaltsam und im Plauderton die Funktionen der
Kommandozentrale und beantwortet auch gerne die gestellten Fragen.
| 1. Offizier |
| links der Platz des Lotsen - rechts der des Kapitäns |
| Blick Richtung geschlossene Nock auf der Backbordseite |
| Ein Navigationselement befindet sich ebenfalls auf jeder Seite |
| Blick entlang des Schiffes der Backbordseite |
| Überwachungsbildschirme, u.a. auch zur Gangway |
Wo es eine linke Seite gibt, gibt es auch eine rechte Seite: die Steuerbordseite
| irgendwo dahinten liegt unsere Balkonkabine |
| Blick auf Liverpool... |
| ...bzw. auf das Entladen einer Fähre |
Die Franziska van Almsick Suite befindet sich unmittelbar vor dem Eingang zur Brücke!
| Franziska van Almsick war Taufpatin der Mein Schiff 4 |
Fazit zum Schiff
Um es kurz zu machen, wir waren begeistert von dieser neuen
Erfahrung. Unsere Bedenken, dass man auf diesem grossen Schiff mit diesen
vielen Passagieren den Überblick verlieren und in einen 'Dichtestress' geraten
könnte, haben sich in Luft aufgelöst.
Wir haben uns eigentlich recht schnell auf dem Schiff
zurechtgefunden, auch weil wir uns mit dem Erkunden der Lokalitäten Zeit
gelassen haben. So haben wir Tag für Tag irgendwelche neuen Ecken entdeckt. Bis
zum Schluss haben wir nicht einmal alles gesehen bzw. genutzt. Z.B. das
Theater, wir haben keine einzige Abendvorstellung besucht. Diese hätte man auch
via TV-Bildschirm in der Kabine ansehen können, hat uns aber einfach nicht
interessiert.
Glücklicherweise sind viele andere Passagiere an die z.T.
zweimal an einem Abend (19:30 und 22:00 Uhr) stattfindenden Vorstellungen
hingegangen, denn so haben sich die Gäste gut verteilt und es waren dadurch
auch nicht alle gleichzeitig beim Abendessen.
Apropos Passagiere: der Altersdurchschnitt war
insgesamt jünger, als wir das von den Phoenixreisen her kennen: schätzungsweise
zwischen 50 und 60 Jahre.
Auf der Kurzreise (5 Nächte) waren es aber eher noch jüngere
Gäste, Familien auch mit schulpflichtigen Kindern (da Urlaubszeit) und einige
kleine Gruppen oder Vereinskollegen, welche v.a. im Buffetrestaurant für mehr
Lärm und Trubel gesorgt haben.
Auf der Grossbritannien/Irland-Reise ist es dann wieder
etwas ruhiger geworden: wenn Kinder, dann nur Kleinkinder.
Die anderen Mitreisenden, also das Personal/Schiffscrew und
TUI-Cruises Mitarbeiter waren allesamt sehr freundlich und umsichtig.
Regelmässig um 09:45 Uhr meldete sich auch der Kapitän von
der Brücke mit Informationen zur Wetterlage und - falls auf See - zum Fahrgebiet. Dann gab er das Wort weiter an die Kreuzfahrtdirektorin, welche uns über
Tagesaktualitäten informierte. Sie machte das jeweils sehr professionell: ihre
An- und Durchsagen sind Moderationen auf hohem Niveau, wirken aber nicht
abgehoben, sondern sehr kundenfreundlich, man fühlt sich angesprochen... wir jedenfalls...
.....und somit haben wir uns auf diesem 'Wohlfühlschiff' rundum
gut aufgehoben gefühlt und werden ganz bestimmt wieder eine Reise mit einem
Mein Schiff in Betracht ziehen.
Wer noch nicht genug hat, kann sich auch noch dieses Video ansehen, ein Rundgang durch die Mein Schiff 4


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