gemütlich auf dem Balkon

gemütlich auf dem Balkon

ABENTEUER SÜDAMERIKA 3. Teil

Vom Andenstaat Peru zum Karibikgefühl Kubas


Callao Lima - Salaverry/Trujillo - Guayaquil - Manta - Fort Amador/Panama-City - Panama-Kanal - Cartagena - Santa Marta - Santiago de Cuba - Montego Bay anstelle Falmouth - Georgetown- Cienfuegos - Havanna

Donnerstag, 20. Februar 2014

Immer noch in Callao/Lima klingelt um 5:45 Uhr der Wecker, denn unser 6-stündiger Ausflug startet um 7:45 Uhr.
Die Fahrt geht zuerst in die antike Stadt Pachacamac 40 km südlich von Lima.











Das Heiligtum aus der Vorinkazeit (6.-9. Jh. v. Chr.) liegt hoch auf einer Wüstenebene zwischen dem Pazifik und den Anden. 1450 erweiterten die Inkas, welche die Stätte erobert hatten, den überlieferten Kult mit Orakelbefragung, Sonnenanbetung, Mädchenopfer. Viele Bauten wurden später von den erobernden Spaniern zerstört. Bestaunen können wir aber noch die Ruinen des Tempels des Schöpfergottes und einige andere Ruinen, welche freigelegt wurden.

Aus einem Reiseführer im Internet:

"Pachacámac (antike Stadt)
In diesem Tempelkomplex aus dem 3. Jahrhundert erfahren Sie alles über die Gottheiten, die Orakel und das tägliche Leben der Moche-, Huari- und Inka-Kulturen.
Die antike Tempelstadt Pachacámac gehört zu den wichtigsten archäologischen Wundern in Peru. Das Stadtgebiet umfasst mehrere Quadratkilometer und wurde als religiöses Zentrum genutzt. Die meisten Gebäude wurden vor fast 2000 Jahren um 200 n. Chr. gebaut. Auf dem Areal befinden sich 17 Pyramiden, ein Friedhof und antike Kunstwerke. Im Laufe ihrer bewegten Geschichte hat die Stadt den Aufstieg und Fall diverser Reiche und Kulturen überstanden. Anhand der kunstvollen Fresken und Baustile können Sie den Einfluss der verschiedenen Kulturen beim Bau dieser Tempelanlage erkennen. Der Platz eignet sich ideal, um tiefer in die Geschichte der indigenen Völker vor der Ankunft der europäischen Siedler in Peru einzusteigen.
Sie lernen mehr über die indigenen Völker, die in und um Pachacámac lebten, wie die Kulturen der Moche, Huari und Inka. Hier erfahren Sie, dass der Name der Hauptgottheit, Pacha Kamaq, etwa Weltschöpfer bedeutet. Ihm wird die Erschaffung der Welt zugeschrieben. Sie können an einer Führung in englischer Sprache durch die Ruinen teilnehmen. Planen Sie dafür mehrere Stunden ein. Ihr Fremdenführer wird Sie mit fesselnden Berichten über das wichtigste Orakel der Inkas in Peru unterhalten.
Die Gebäude wurden aus Lehmziegeln gebaut. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf und stellen Sie sich als präkolumbianischer Pilger vor, der die Tempelstadt auf der Suche nach Rat aufsucht. Die berühmtesten Tempel der Anlage sind der Sonne und dem Mond gewidmet. Der Tempel der Sonne wurde aus geschätzten 50 Millionen Lehmziegeln gebaut.
Genießen Sie den Panoramablick über das flache Wüstenland, das sich über viele Kilometer in jede Richtung erstreckt. Der Pazifische Ozean liegt hinter der Wüste in westlicher Richtung, nach Osten hin erstrecken sich die Ausläufer der Anden. Beides ist von der Tempelanlage aus sichtbar.
Viele der Pyramiden wurden durch Überschwemmungen oder Trockenperioden beschädigt, die regelmäßig die westlichen Teile Südamerikas heimsuchen.
Pachacámac befindet sich 40 Kilometer südöstlich von Lima an der Panamericana. Die Tempelstadt befindet sich im Tal des Río Lurin. Touren werden vom Stadtzentrum in Lima angeboten. Der Fahrpreis umfasst normalerweise den Transfer vom und zum Hotel. Eine Taxifahrt dauert etwa eine Stunde. Für den Zutritt zur Tempelanlage wird eine geringe Eintrittsgebühr erhoben."



Ein 1. Stopp bei der Pyramide mit Rampe:










Ein 2. Stopp, um diese Ausgrabungen (Palacio de Tauri Chumpi) aus der Nähe zu sehen:



Ein Blick über z.T. bedeckte und bewässerte Landwirtschaftsfelder
 Beim 3. Stopp werden wir nun länger unterwegs sein, um zum Sonnentempel hinaufzusteigen. Mein Mann bleibt beim Bus, da der Weg für Gehbehinderte zu anstrengend sein wird.





Der Sonnentempel ist am unteren Bildmitte-Rand abgeschnitten!

Templo Pintado: Tempel mit rot bemalten Wänden, heute nicht mehr sichtbar

bemalter Tempel


über eine Schotterstrasse gehen wir hinauf zum Sonnentempel




Die folgenden Bilder sind von mir, das erste mit Blick hinunter zu den wartenden Bussen. Der Sonnentempel ist an und für sich hier oben gar nicht so fassbar, wir können ihn einmal umrunden und sehen die Mauern, bestehend aus unzähligen Lehmziegel-Steinen. Dafür hat man eine tolle Aussicht Richtung Pazifik und zu einer nahe liegenden Ortschaft:













Rückkehr vom Sonnentempel
Beim 4. Halt haben wir kurz die Gelegenheit einen Blick zum Tempel MAMACONA zu werfen. "Mamacona, auch genannt der Tempel des Mondes oder Acllawasi ist eine von den Inkas erbaute Residenz. Zur Verehrung der Sonne wurden Frauen geopfert. So bedeutet Mamacona "Haus der auserwählten Frauen ". Der Komplex rund um die Residenz umfasst ein unterirdisches Netz von Kanälen und mehreren Wasserbecken, wahrscheinlich verwendet für religiöse Zeremonien."





Hier befinden wir uns wieder beim Ein- bzw. Ausgang


Anschliessend Fahrt zurück nach Lima, wo wir dem Larco-Herrera Museum einen Besuch erstatten. 



Am Hang die Slums von Lima




es gibt auch Wohlstand...

ein gepflegter Park


Beim Museum angekommen, sehen wir erst einmal den schönen Garten:










auch eine Katze fühlt sich hier wohl

Das Museum verfügt über eine der weltweit kostbarsten Sammlungen dieser präkolumbischen Kulturen. Wir sehen Textilien, Werkzeuge, Huaco-Keramik und Goldkunstwerke der Inka, Nazca und Chimú. Alles sehr eindrücklich, v.a. die Gefässe Sammlung mit Darstellungen des täglichen Lebens, seien es erotische Symbole, Früchte, Gemüse, Tiere….




Ein Grabtuch aus Paracas: 
Der Totenkult war ein sehr wichtiger Aspekt im alten Peru. Die Grabtücher aus Paracas umhüllten die Mumienbündel und enthielten wichtige religiöse Gaben, die den Toten in das andere Leben begleiten würden. In der Paracas-Kultur wurde der Tote in Fötusposition in einen Korb gesetzt und mit zahlreichen Stoffbahnen umwickelt. In diese Bündel wurden auch andere Dinge wie Keramiken, Kalebassen und Gerätschaften zur Textilherstellung oder zum Ackerbau eingewickelt. Die feinsten Tücher befanden sich am dichtesten am Körper der Verstorbenen. Vermutlich handelte es sich hierbei um rituelle Gewänder des Toten. (Infotafel):


Darstellung einer Opferzeremonie und der Darbietung des Kelches mit dem Blut der besiegten Krieger an die höchsten Götter der Mochica:










Begräbnisausstattung aus Gold - Chimú, Imperiale Epoche (1300 n.Chr. - 1532 n.Chr.)
Die Chimú waren die begabtesten Goldschmiede des alten Peru. Hierbei handelt es sich um die einzige komplette Tracht aus Gold der Chimú, die in Kollektionen und Museen rund um die Welt bekannt ist. Die wenigen Indizien, die es über seine Herkunft gibt, deuten alle darauf hin, dass sie Teil einer Begräbnisausstattung eines grossen Herrschers war, der in der Lehmziegelstadt Chan Chan, der Hauptstadt des Imperiums der Chimú, begraben wurde. Es handelte sich um eine Tracht, die die gesamte Macht eines Herrschers in ihrer maximalen Herrlichkeit ausdrückte. Ausserdem wurde durch sie die symbolische Verbindung mit der Sonne repräsentiert. Die Tracht besteht aus einer Krone in Form von stilisierten Federn, die sich an Hand der Federdarstellungen am Brustschmuck fortsetzen. Die Federn repräsentieren Vögel, denn bei ihnen handelte es sich um die Wesen, die der Sonne am nächsten kommen konnten. Auf den Ohrpflöcken erscheint in wiederholter Form das Gesicht des grossen Herrschers der Chimú im Konterfei, auf den Schulterstücken erscheint er frontal aufgerichtet, geköpfte Häupter in jeder Hand haltend. Auf den Federn der Krone und derjenigen des Brustschmuckes ziehen Personen im Profil mit katzenartigen Gesichtszügen und halbmondförmigen Frisuren vorbei. (Infotafel):












Über einen Innenhof in einem Nebenraum....

...befindet sich dieses 'Lager' mit unzähligen Tonfiguren...
Beim Eintreten in diese Räumlichkeiten hat mich fast der Schlag getroffen: diese unglaubliche Vielzahl an Huaco-Keramik habe ich nicht erwartet!

Aus dem Internet:" 'Huaco' ist in Peru der allgemeine Name für die meisten Gefäße aus Ton und anderem Feinsteinzeug, die aus prähispanischer Zeit in Begräbnisstätten, Heiligen Stätten, Tempeln und anderen antike Ruinen gefunden wurden. Huacos sind nicht einfach nur Gefäße aus Ton, sondern auch bemerkenswerte Töpfereikunstwerke, die in präcolumbianischer Zeit in den Zentral-Anden für zeremonielle und religiöse Zwecke bestimmt waren. Das Wort „Huaco“ wurde abgeleitet von dem Begriff „Huaca“. Huacas sind Ruinen oder antike Bauwerke, meist Begräbnisstätten, in denen die meisten der Huacos gefunden wurden."








Noch in einem vorherigen Raum haben wir diese faszinierenden Exponate bestaunen können:

















Dieser Link führt zu Wikimedia, wo man noch mehr dieser aussergewöhnlichen Exponaten bestaunen kann

Kalabassen-Schnitzerei: dies ist ein Souvenir,
welches wir im Museumsladen gekauft haben.


Noch einige Impressionen auf der Rückfahrt zum Schiff:





Aus dem Tagesprogramm:
17:30 Uhr: Rettungsübung! Die Übung ist für alle Gäste Pflicht, auch für die Durchfahrer. Wer länger als 30 Tage auf dem Schiff ist, muss sie zur Auffrischung ebenfalls mitmachen.
18:00 Uhr: MS Albatros verabschiedet sich von Callao (Lima)/Peru und nimmt Kurs auf Salaverry (Trujillo)/Peru









Da ich immer noch eine verstopfte Nase habe, was langsam sehr mühsam ist, gehe ich nach dem Abendessen gleich ins Bett....

Sonnenaufgang: 06:09 Uhr                                                         Sonnenuntergang: 18:35 Uhr



Fortsetzung hier...

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