gemütlich auf dem Balkon

gemütlich auf dem Balkon


Sonntag, 16. Februar 2014 

Ein Tag auf See, an dem ich nach einem 30 minütigen Spaziergang auf dem Sonnendeck mal wieder eine Email nach Hause schreibe und am Nachmittag wegen Schnupfen die Zeit eher im Bett bzw. in der Kabine verbringe. Seit Valparaiso habe ich eine verstopfte Nase! Habe mich wahrscheinlich bei einer im Bus vor mir sitzenden Passagierin angesteckt. Bei der Dame war es so schlimm, dass sie wegen Heiserkeit nicht mal sprechen konnte. Leider grassiert schon seit Beginn der Reise in Monaco eine hartnäckige Erkältung an Bord, welche bis Ende der Reise nicht auszumerzen sein wird!

das einzige Foto nach draussen von diesem schönen Tag!




Aus dem Tagesprogramm:
15:30 Uhr: Fremde Länder – fremde Sitten! Der kleine Ausland-Knigge mit Gabriele Harmeling in der Casablanca Bar.
21:45 Uhr: Crew Show. Trotzdem, den Abend lassen wir draussen an der Kobernikus-Bar ausklingen.


Sonnenaufgang: 07:31 Uhr                                                       Sonnenuntergang: 20:22 Uhr

Montag, 17. Februar 2014

Heute in Iquique heisst es früh aufstehen, sehr früh! Um 05:15 Uhr klingelt der Wecker. Mein Mann steht als Erster auf und ab 06:00 Uhr gehen wir zum Frühstück. Danach haben wir noch Zeit das Anlegen zu beobachten, welches um 07:00 Uhr erfolgt. 





Ein moderner Reisebus 

Der Sonnenaufgang ist erst um 07:33, so ist es noch stockdunkel beim an land gehen kurz nach 7 Uhr für unseren Ausflug. Mit diesem Sonnenaufgang beginnt auch die Fahrt ins Hinterland. Da wir zuerst noch in Richtung Osten auf die Hochebene hinauffahren müssen, lässt sich die Sonne an der Küste erst erahnen, wo sie ist. 

Iquique in der Morgendämmerung

hier sind wir schon oben auf der Hochebene




Trotzdem können wir sehen, dass hier kaum ein Pflänzchen wächst. Wir befinden uns in den Ausläufern der Atacama-Wüste. Eine gute Stunde fahren wir zum ersten Besichtigungspunkt (kurz vor 08:30): das ehemalige Salpeterwerk Santa Laura. Salpeter diente als Dünger und zur Herstellung von Sprengstoff. Der Salpeter-Boom war nur von kurzer Dauer. Deutschland, einer der Hauptabnehmer, durfte während des Ersten Weltkriegs nicht mehr beliefert werden und erfand kurzerhand die künstliche Salpeterherstellung. Das war das Ende für die meisten Mienen in der Atacama-Wüste.














In Sichtweite liegt Humberstone, wo einst Arbeiter und Angestellte lebten. Auf Wikipedia etwas zum Nachlesen oder hier ein Video aus der Reihe "Schätze der Welt, Erbe der Menschheit"


auf der kurzen Fahrt zwischen den beiden Stätten
 Es ist kurz vor 9 Uhr und wir haben nur gerade eine 3/4 Std. Zeit, um uns auf eine Zeitreise zu begeben und diese Geisterstadt zu erkunden:



Wohnhäuser



Von der Reiseleiterin haben wir als Andenken diese Säckchen mit
Salpeter erhalten.





Wir besichtigen die Häuser, welche z.T. so eingerichtet sind, wie die Arbeiter damals lebten























Im Museum sind noch erhaltene Türen ausgestellt



Wir gelangen auf einen Park ähnlichen Platz, der von öffentlichen Gebäuden umsäumt ist: 


 Hier entdecken wir auch "unseren" Daniel Flury, welcher die tollen Reisevideos zusammenstellt:


Geschäfte für Gegenstände des alltäglichen Lebens


eine Kirche

die Markthalle

das Theater

im Bild links das Gebäude mit Geschäften hinter den Arkaden,
rechts ausserhalb des Bildes wäre das Theater


Hier wohnen die höheren Angestellten, Ingenieure etc.

ein Bild des Platzes (Zeichnung)
der Platz in echt


Schule...

...Klassenzimmer

Pausenplatz

in ein paar Minuten geht's weiter

unterwegs


Danach Weiterfahrt zu den Geoglyphen ‚Pintados‘, der grösste Teil des Naturreservats ‚Pampa delTamarugal‘





Während der Fahrt begibt sich unsere äusserst sympathische Reiseleiterin hinten im Bus auf die Toilette, um sich umzuziehen! Sie überrascht  uns gekleidet in einer einfachen chilenischen Tracht. Sei meinte, eigentlich sei es verpönt unter den Reiseleitern, sich so zu präsentieren (darum vielleicht die Schlichtheit?):


Auf dem Weg, sehen wir immer wieder bds. der Strasse die gepflanzten Tamarugo Bäume, welche sehr resistent gegen Trockenheit sind.



Im Reservat haben wir dann mindestens eine dreiviertel Stunde Zeit, um die präkolumbischen Erdzeichnungen an den der Sonne zugeneigten Hängen  zu bewundern. Aus dem Internet: "Die Geoglyphen der Atacama gehen auf mehrere südamerikanische Kulturen, einschließlich Tiwanaku und Inka, zwischen 600 und 1500 n. Chr. zurück.  Einige liegen isoliert, andere in Gruppen mit bis zu 50 Elementen, jedoch immer entlang der prähispanischen  Lamakarawanenwege, welche die Küstensiedlungen mit dem Altiplanoraum verbanden. ... Die Geoglyphen bilden je etwa zu einem Drittel geometrische Figuren, anthropomorphe Strukturen oder zoomorphe Themen ab. Geoglyphen hatten vermutlich  symbolische und rituelle Zwecke. Sie spielten zudem eine Rolle im Transportnetzwerk der großen südamerikanischen Kulturen und könnten Hinweise über den richtigen Weg oder zu Quellen darstellen"



















Aus dem Internet: "TAMARUGO (Prosopis tamarugo) ist ein Baum, der sogar mitten in der Atacama-Wüste bis zu 20 m hoch werden kann, denn er benötigt keinen Regen, sondern begnügt sich mit Tau und dem hier sehr salzigen Grundwasser, an das er mit seinen bis zu 15 m langen Wurzeln herankommt":




ein Museum
 Diese Echsen haben sich ihrer Umgebung angepasst:








Und dann heisst es irgendwann zw. 11:00 und 11:30 Abschied nehmen um den Rückweg zum Schiff anzutreten.



nochmals an Humberstone vorbei




nun geht es langsam hinunter nach Iquique, wobei auch dieser Teil hier oben zu Iquique gehört:




Toller Blick auf Iquique


hinter dem Frachter "MOL" liegt die Albatros



Ca um 13:00 sind wir wieder beim Schiff zurück und werden von einer farbig-fröhlichen Folkloregruppe empfangen:









Während mein Mann Bilder von dieser bunten Schar knipst, faszinieren mich eher die lustigen Vögel, welche es sich auf den Festmacherleinen vom Schiff gemütlich machen:







Dann kurz vor 14:00 Uhr heisst es Leinen los und wir verabschieden uns von dieser eindrücklichen Landschaft. Auf den nächsten Bildern sieht man nochmals, wie die Stadt Iquique unmittelbar vor den Hängen zur steil ansteigenden Hochebene liegt:

das Lotsenboot




Mein Schnupfen hat mich in der Nacht nicht viel Schlafen lassen, so bin ich am Nachmittag wieder ins Bett, um sicher 1 Std Schlaf nachzuholen.

Um 18:00 Uhr bin ich beim Friseur. Nach knapp 9 Wochen eine Notwendigkeit!
Heute Abend ist auch noch das Kapitäns-Abschieds-Abendessen mit vorgängigem Abschiedscocktail. Da möchten wir nicht teilnehmen und gehen, wie viele andere auch (wahrscheinlich ebenfalls 'Durchfahrer'), am Lido-Buffet eine Pizza essen. Inzwischen ist es ja auch wieder wärmer und darum eine angenehme Abwechslung.

Aus dem Tagesprogramm:
14:00 Uhr: MS Albatros verabschiedet sich von Iquique und nimmt Kurs auf Callao/Lima
19:00 Uhr: Kapitäns-Abschieds-Abendessen

Sonnenaufgang: 07:33 Uhr                                                         Sonnenuntergang: 20:16 Uhr

Dienstag, 18. Februar 2014

In der Nacht vom 17. auf den 18. Februar werden die Uhren 1 Stunde zurückgestellt!
Heute ist ein Seetag, so dass ich mir am Morgen endlich wieder einmal die Zeit nehme, am Reisebericht zu schreiben: bin fast eine Woche im Rückstand!
Zur Stärkung zwischendurch eine Bouillon an der Lido-Bar. Gleichzeitig ist auch noch der Abschiedsfrühschoppen bei sonnigem und schon heissem Wetter.

Nach dem Mittagessen aber schon wieder Schlaf nachholen und am Reisebericht weiterschreiben.






Wenige Passagiere geniessen noch um 19:00 Uhr die einzigartige
Stimmung an Bord.... evtl. ist es der letze Abend vor der morgigen
Ausschiffung in Callao/Lima


Aus dem Tagesprogramm:
11:00 Uhr: Heisse Bouillon bei der Lido-Bar.
11:30 Uhr: Abschiedsfrühschoppen mit Angelo

Sonnenaufgang: 06:03 Uhr                                                       Sonnenuntergang: 18:37 Uhr

Mittwoch, 19. Februar 2014

In der Nacht vom 18. auf den 19. Februar werden die Uhren schon wieder um 1 Stunde zurückgestellt. Chile hat zu Peru einen zweistündigen Zeitunterschied! So sind wir zur MEZ nun 6 Stunden zurück. Diese Zeitzone werden wir bis Kuba beibehalten.

Heute endet in Callao/Lima für ein paar hundert Gäste dieser Reiseabschnitt von Buenos Aires bis Lima.
Ankunft ist ca. um 06:00 Uhr in Hafen von Callao, 14 km westlich von Lima gelegen.
Heute haben wir einen Ruhetag eingeplant und werden erst morgen an einem Ausflug teilnehmen. 

Die Koffer der abreisenden Gäste stehen bereit 

auf dem Schiff bleibende Gäste besteigen einen Ausflugsbus

Dieser Pelikan lässt sich bei seiner Morgentoilette nicht stören ;-)





Wir haben  uns die Landgangsinformationen von Alex angeschaut und mitbekommen, dass man mit Vorsicht ausserhalb des Hafens nach rechts z.B. eine Kirche besichtigen kann. Nicht wegen der, aber einfach so machen wir uns gegen 10:00 Uhr auf den Weg. Pflicht ist erst einmal einen Pendelbus durch das Hafengelände zu benützen. Der Ausgang vom Hafen ist unspektakulär, kein Terminal mit Sicherheitsschleusen, nur einfache Drehkreuze mit freundlich durchwinkendem Sicherheitspersonal, ohne dass wir unsere Landgangkarte zeigen müssen.
Aber noch nicht einmal einen Fuss nach draussen gesetzt, werden wir von Taxifahrern belagert, welche uns anbieten nach Lima zu fahren. Wollen wir aber nicht und winken ab. Diese wiederum warnen uns hier zu Fuss zu gehen, es sei zu gefährlich. Wir denken, dass sei ja nur deren Masche, um uns in eine Taxe zu bekommen. Also gehen wir stur und Warnungen ignorierend weiter. An der nächsten Kreuzung stehen wieder Männer, die uns warnen, sogar die beiden Polizisten nicken dazu, es sei hier zu gefährlich. Wir glauben immer noch, die stecken ja alle unter einem Hut. Nicht mal in Brasilien sind wir so gewarnt worden und niemand vom Schiff hat vor einem Alleingang ausserhalb des Hafengeländes gewarnt.
Aber ein paar Meter weiter sind wir dann doch noch einsichtig geworden: ein Motorradfahrer mit einer Weste von einem Sicherheitsdienst hat uns auf Englisch schon fast angeschrien, was wir hier eigentlich machen, ob wir verrückt seien, dies sei seine Stadt, er kenne sie und wir sollen umkehren oder ein Taxi nehmen. So haben wir die Warnungen doch geglaubt und sind eben wieder zurück zum Schiff. Die Gegend rund um den Hafen war ja tatsächlich nicht schön und in der Nachbarschaft von Slums. So haben wir den Inka-Mark auf dem Hafengelände besucht. Dass es diesen gibt, wurde allerdings auch nicht kommuniziert! Die Info zu diesem Hafen war also sehr schlecht bis fehlerhaft.


Auf dem Weg zum Inka-Markt im Hafengelände, welches wir vom Schiff aus gar nicht zur Kenntnis genommen haben.

Auf der Albatros haben wir uns deshalb noch von abreisenden Gästen verabschieden können. So nach und nach sind auch die neuen Passagiere eingetrudelt und beim Mittagessen waren schon Neuankömmlinge am Nebentisch.


Die gelben Linien markieren die bisher gefahrene Route. Wir sind ja am 9./10. Januar in Manaus
mitten im Amazonasgebiet gestartet

Aus dem Einschiffungsprogramm:
21:30 Uhr: Folklore, eine peruanische Folkloregruppe unterhält Sie mit Musik ihrer Heimat auf dem Pooldeck.




Diese Show wollen wir uns nicht entgehen lassen und setzen uns nach dem Abendessen gleich nach draussen an einen Tisch. Im Gegensatz zu den neu ankommenden Gästen, von denen wir nicht so viele sehen, sind wir heute Abend mal nicht völlig erledigt. Der Tag war ja nicht anstrengend (nur aufregend...) und so erleben wir eine tolle Darbietung mit schöner Musik und ausdrucksstarken Tänzen:


Das 1. Video ist nur eine kurze Sequenz und das 2. Video etwas länger, aber leider zu dunkel ausgefallen, auch nach der Bearbeitung.














Sonnenaufgang: 06:09 Uhr                                                      Sonnenuntergang: 18:38 Uhr


Fortsetzung hier

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