gemütlich auf dem Balkon

gemütlich auf dem Balkon


Sonntag, 23. Februar 2014

Die MS Albatros kommt schon früh morgens, ca. 07:00 Uhr in Guayaquil an. Aber da haben wir noch geschlafen. Unser Ausflug startet erst um 09:45, so wollen wir den Platz am Frühstücksbuffet denjenigen überlassen, die schon früher raus müssen.



Blick vom Schiff auf die gegenüberliegende Seite vom Pier: Isla Santay

unterwegs zu unserem 1. Halt in Guayaquil


Der heutige Tagesausflug mit Mittagessen führt uns zuerst in die Stadt Guayaquil hinein zur Uferpromenade entlang dem Fluss Guayas. Diese Promenade, genannt Malecón 2000 wurde 1924 bis 1928 im italienischen Renaissancestil gebaut. Da die Promenade immer wieder restauriert wird und nachtsüber abgeschlossen, kann man hier auf einem sauberen und schönen Gehweg bummeln. Durch viel Polizeipräsenz ist es auch sehr sicher.

Der Glockenturm

schöne Geschäftsgebäude und Banken befinden sich entlang der Strasse




Blick zurück Richtung Glockenturm (gerade noch sichtbar)

Das Rotonda Monument, welches an das Zusammentreffen (26.7.1822) von Simon Bolivar und Jose de San Martin erinnert, die Befreier Südamerikas 






mit so einem Zug werden wir später noch eine Fahrt unternehmen!




Nach kurzer Busfahrt entlang des Malecón's steigen wir nochmals aus und besichtigen das Viertel La Peñas, das letzte malerische Relikt des kolonialen Guayaquils.



das bunte Viertel La Peñas

in den öffentlichen Bussen ist kaum mehr Platz


ein kleiner Junge 'riskiert' einen
schüchternen Blick zu uns 'Fremden'

La Peña am Hügel
Da der Weg zu diesem Bezirk mit Treppensteigen und längeren unebenen
Wegen verbunden ist, bleibt mein Mann beim Bus.

bunt restaurierte Häuser

natürlich gibt's auch hier einen Souvenirladen!




unser örtlicher Reiseleiter erzählt, dass La Peña ursprünglich ein 
Slumviertel war. Heute gehören die Häuser den Bewohnern, nachdem sie 
mit den Behörden einen Deal vereinbart haben: Das illegal besetzte 
Stück Boden wird den Bewohnern überlassen, wenn sie dafür  auf  
kriminelle Handlungen verzichten!!

etwas Kurioses: Bäumchen auf dem Dach....

... Mini-Taube auf bunten Blüten!


Eine weitere ~ 5-minütige Busfahrt bringt uns nach Duran, wo sich ein Bahnhof befindet. Dazu müssen wir auch den Fluss Guayas überqueren:








Von hier aus fahren nur noch zu touristischen Zwecken einige Züge auf verschiedenen Routen.










Unsere Zugfahrt beginnt um 13:00 Uhr und nennt sich die "Ruta Sendero de Arrozales" von Durán – Yaguachi, eine Distanz von 22km und wird 1Std. 15 Min. dauern.


Wir fahren an Häusern der ländlichen Bevölkerung - genannt Montubios - vorbei und werden von den Leuten freudig und winkend begrüsst,



nicht nur für uns, anscheinend auch für die Einheimischen ist es ein Spektakel!












Hier ein Werbefilm von Tren Ecuador, Route Durán - Yaguachi - Bucay



2 Kühe verirren sich bis zu den Häusern


Zu sehen bekommen wir auch eine üppig grüne Landschaft, die meist unter Wasser steht, da hier Reis angepflanzt wird. Hier fühlen sich auch sehr viele und unterschiedliche Vogelarten wohl. Z.B. Geier, Schlangenhalsreiher …








Unser Zielbahnhof

Am Ziel angekommen erhalten wir in einem nur wenige Schritte entfernten Restaurant - eigentlich eher ein Zentrum für Touristen - ein Mittagessen. Der Tourismus ist hier noch im Aufbau.
Während des liebevoll hergerichteten Essens (Hähnchen, Reis und Salat, Fruchtsalat, 1 Getränk), unterhält uns eine Jugendtanzgruppe mit landestypischen Tänzen.








Zur Verabschiedung stehen die jungen Tänzer Spalier


Gleich neben dem Touristenzentrum statten wir einem Imker und Arzt einen Besuch ab. 



hier lässt sich ein Freiwilliger von einer Biene stechen!
"Apiterapia = Apitherapie: die Behandlung mit Bienenprodukten zur Gesunderhaltung und Heilung ist eine der ältesten Heilmethoden mit jahrtausendealter Tradition und Erfahrung. Anders als viele neuzeitlich chemisch hergestellten Medikamente mit ihren negativen Nebenwirkungen ist die Medizin der Bienen sanft, trotzdem aber stark wirksam und gut verträglich. Sie ist kostengünstig und rezeptfrei für jeden erhältlich." ...und hilft auch gegen Bienenstiche


Da mir die Erläuterungen dieses eigentlich interessanten Themas dann doch zu lange dauern, schaue ich mich in Hörweite ein bisschen um:






Gegen 15:30 Uhr machen wir Halt im Zentrum von Yaguachi und haben eine halbe Stunde Zeit, z.B. für den Besuch einer Kirche. Hier, wie in jeder Stadt Ecuadors, sind viele Menschen fröhlich unterwegs. Einerseits ist Sonntag und andererseits im ganzen Lande Bürgermeisterwahlen. Die Stimmabgabe ab 18 bis 65 Jahren ist Pflicht (ab 16 freiwillig), sonst muss man eine Strafe bezahlen. Mit dem erhaltenen Stimmabgabe-Nachweis bekommt man dann an anderen Stellen wiederum notwendige Papiere. 





Währenddessen ich mit der Gruppe über den Parque de Zentral von Yaguachi zur San Jacinto Kirche spaziere, bleibt mein Mann im Bus und macht von dort aus ein paar Situationsbilder:






Die San Jacinto Kirche von Yaguachi:









Wieder draussen beobachte auch ich die vielen Menschen, welche den Wahlsonntag zu einem Festtag machen:





hier laufen einige Anhänger freudig singend und klatschend
 dem schon vermeintlich gewählten Bürgermeister hinter her
Dann ist die Zeit vorbei und ich gehe zum Bus zurück:







Nun haben wir für heute sehr viele und interessante Eindrücke gewonnen und sind dementsprechend müde und froh, dass wir so langsam zum Hafen zurückkehren:







ich habe - glaube ich - noch nie auf so kurzer Strecke...

...so viele Ampeln gesehen


Aus dem Tagesprogramm:
22:00 Uhr: MS Albatros verabschiedet sich von Guayaquil und nimmt Kurs auf Manta/Ecu


Sonnenaufgang: 06:28 Uhr                                                     Sonnenuntergang: 18:38 Uhr



Montag, 24. Februar 2014

Am Morgen sind wir noch auf See und können abermals etwas Ausschlafen.
Der Himmel ist zwar bedeckt, durch das tropische Klima ist es feucht und warm. Obwohl ich immer noch unter meiner verstopften Nase leide, hoffe ich bei einem Spaziergang auf dem Sonnendeck mit Seeluft etwas Erleichterung zu bekommen. Bald setzte ich mich dort oben aber auf eine Bank um wieder einmal in meinem Buch zu lesen.

Etwa eine Stunde früher als geplant, also gegen 12:00 Uhr erreichen wir den Hafen von Manta. Gleichzeitig nehmen wir auch unser Mittagessen ein, da unser Ausflug um 13:15 Uhr losgeht.




Kurz nach der Abfahrt mit den Ausflugsbussen passieren wir eine Schiffswerft dem Strand entlang:


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wie man an den Palmen sieht, windet es doch etwas



Der Bus fährt zuerst nach Montecristi, wo wir eine Hutmacherwerkstatt besuchen. Gezeigt wird uns, wie Frauen die berühmten Panamahüte flechten, denn hier ist das Zentrum der Panamahut-Fabrikation. Der Panamahut oder auch Jipijapa (Stadt in Ecuador) wird aus Blätterfasern der Carludovica palmata, ein Palmengewächs geflochten und mit einem schwarzen (Frauenhut auch farbiges) Band verziert.





Mein Mann hat sich einen Hut für 70 US$ gekauft. Der Preis richtet sich je nach Feinheit und Arbeitsaufwand. 

den Hut hat er nicht gekauft, erst später auf dem Markt

Auf einem Platz vor der Basilika schlendern wir durch den Kunsthandwerks-Markt, wo es noch mehr Hüte und allerlei Produkte aus diesen geflochtenen Blättern gibt. Auch Stoffe, Blusen und Hemden, Schmuck etc. Wir haben eine Stunde Zeit (was uns eher zu lange ist).



Das grosse Mosaikbild ziert das Konterfei von Eloy Alfaro. Laut Wikipedia war José Eloy Alfaro Delgado (* 25. Juni 1842 in Montecristi, Manabí; † 28. Januar 1912 in Quito) ein ecuadorianischer Militär und Politiker. Er war zweimal (1895–1901 und 1906–1911) Präsident von Ecuador. Er gilt als der herausragende liberale Politiker in der Geschichte seines Landes und als zentrale Figur des politischen Lebens an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er gründete 1878 den Partido Liberal, die Liberale Partei Ecuadors, die unter verschiedenen Namen eine zentrale Rolle in der ecuadorianischen Parteienlandschaft des 20. Jahrhunderts spielte.



Treppenaufgang zur Basilika










Nun geht die Fahrt weiter Richtung Nationalpark:







Nächster Besichtigungspunkt ist die Pagoche Lodge, ein Nationalpark auf ca. 200 m Höhe. Hier erhalten wir nochmals eine Demonstration der Hutflechterei und was man aus einer Tagua-Nuss so alles schnitzen kann . Diese Nuss ist sehr hart, wird mit Dremel-Zubehör bearbeitet und stammt von einer Palme. Das innere der Nuss ist weiss und ähnelt Elfenbein.









Zur Erinnerung haben wir diese 'Pelikan-Schnitzerei' gekauft. Man könnte meinen, es sei aus Elfenbein.... darum wird diese Nuss - glücklicherweise - auch als billiger Ersatz für Elfenbein gehandelt und für die Herstellung von Schachfiguren, Spielwürfel, Pfeifenköpfe etc. verwendet.



Während eines 30 minütigen Spaziergangs können wir die dicht bewachsene Flora eines Regenwaldes bestaunen. 












Die Kategorie Fauna bietet uns glücklicherweise nur wenige Stechmücken und zu aller Freude einen ausgewachsenen Brüllaffen hoch oben in den Geästen. 




Auch die Herstellung von Zuckerrohrsaft will uns näher gebracht werden, inkl. einer Kostprobe.





Und noch ein paar Bilder von dieser eindrücklichen Pflanzenwelt:









Bevor wir diesen wunderbaren Ort verlassen und wieder in die Busse steigen müssen, wird uns noch ein köstliches Häppchen Patacones (hergestellt aus Kochbananen) und ein Glas erfrischenden Wassermelonensaft angeboten.

Zum Abschluss des Ausflugs fahren wir zu einem Strand in San Lorenzo nahe Mantas. Er ist bei Oekotouristen und Wellenreitern beliebt:







Dieser Strand soll touristisch erschlossen sein, muss aber zur Zeit ein Geheimtipp sein, denn wir Kreuzfahrt-Touristen sind die einzigen, die hier die Atmosphäre kurz vor Sonnenuntergang geniessen können. Abgesehen von uns, sind natürlich einige Einheimische anwesend, welche mit dem Errichten eines Holzhauses beschäftigt sind. Auffallend ist sowieso, dass die meisten Häuser aus Holz gebaut sind.










Im Garten dieses Hauses erblicken wir einen kleinen Vogel, möglicherweise eine Art Papagei. Er fliegt von Ort zu Ort und wir versuchen, ihn mit unseren Kameras zu 'erhaschen' :-)







Obwohl das Meer sehr flach und ruhig daher kommt, hat es doch immer wieder solche Wellen, wo die jungen Leute mit den Brettern ihren Spass haben können.



Dann heisst es auch von unserem letzten Fotostopp Abschied nehmen und können aus dem Bus heraus noch diese Stimmung mitnehmen:



Zurück auf dem Schiff sind wir nach Sonnenuntergang gegen 19:00 Uhr.





Aus dem Tagesprogramm:
21:00 Uhr: MS Albatros verabschiedet sich von Manta/Ecu und nimmt Kurs auf Fort Amador/Panama
21:15 Uhr: The Flower Power Men in der Atlantik Lounge
            Bin ich hingegangen und war sehr begeistert!

Sonnenaufgang: 06:32 Uhr                                                        Sonnenuntergang: 18:39 Uhr

Dienstag, 25. Februar 2014

Heute findet die Äquatorüberquerung statt und zwar genau um 00:11 Uhr!





Darum wird auf dem Pooldeck die Äquatortaufe zelebriert.
Habe dabei nur zugeschaut, wie die Gäste dem Spektakel zuschauen!




Für die Gäste, welche die ganze Reise, also 99 Tage gebucht haben, findet in schönster Sonnenuntergangs-Stimmung ein Cocktail auf dem Vorschiff statt.




Aus dem Tagesprogramm:
11:30 Uhr: Äquatortaufe mit Neptun
16:00 Uhr: Wiener Kaffeehaus

Sonnenaufgang: 06:33 Uhr                                                      Sonnenuntergang: 18:34 Uhr

Fortsetzung hier...

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