Mittwoch, 26.
Februar, 2014
Gegen 10:00 Uhr erreichen
wir unseren Liegeplatz auf Reede vor Fort Amador bzw. Fuerte Amador welcher bis
1999 ein militärischer Stützpunkt der US Army war. Dieser 'Ort' liegt direkt am
Eingang zum Panamakanal und ist ca. 30 km von Panama-City entfernt. Vorgelagert
im Pazifik liegen 4 kleinste Inseln, welche mittels einer 3 km langen Dammstrasse
mit dem Festland verbunden sind. Unsere Tenderboote können den Yachthafen auf
einem Inselchen als Anlegestelle benutzen.
| 2 kleine Inselchen, dazwischen befindet sich der Yachthafen |
| Die 'Brücke der Amerikaner' überspannt den Panamakanal |
| Panama-City |
| da ist was schief gelaufen! |
Der Ausflug, den wir für Anfang Nachmittag gebucht haben heisst ‚Gamboa Regenwald Resort‘.
Nach dem Mittagessen fahren mein Mann und ich schon früher an Land und haben noch Zeit, uns etwas umzusehen:
| Blick Richtung Dammstrasse zum Festland |
Dieser lustige Vogel hat lautstark auf sich
Aufmerksam gemacht....
folgendes Bild:
aus diesem 'Palmenstrauch' heraus
Kurz vor 13:30 Uhr beginnt nun unsere Tour über den Damm...
...vorbei am 'BioMuseum' (Architekt Frank Gehry): "Eine Dauerausstellung mit dem Titel »Bridge of Life« und die aktuell fünf der geplanten acht Galerien zeigen die Entstehung und Entwicklung der zentralamerikanischen Landenge vor drei Millionen Jahren bis heute. In Zusammenarbeit mit dem kanadischen Innenarchitekten und Designer Bruce Mau entstand eine multimediale Ausstellung, die die panamaische Artenvielfalt und deren Naturwunder mit Hilfe unterschiedlichster Installationen auf visuelle und akustische Weise für die Besucher erfahrbar machen" (Internet)....
...und an einem Denkmal gewidmet "Dr. Arnulfo Arias M. Servidor de la Nación Panameña"
Dr. Arnulfo Arias Madrid (1901-1988) war mehrere Male Präsident von Panama. Er war nicht unumstritten, hat er doch 1940 eine Verfassung verabschiedet, damit die Frauen das Stimmrecht erhielten. Er war der Gründer des Panameñista Partei, der zweitgrößten politischen Partei in Panama.
Die einstündige Busfahrt entlang des Panamakanals bringt uns zum Soberanias Nationalpark, wo sich das Gamboa Regenwald Resort befindet. Er liegt so ziemlich in der Mitte von diesem schmalen Land, an der Mündung des Chagres Flusses in den Panamakanal.
| Die Miraflores-Schleusen lassen wir links liegen |
| Brücke über die Mündung des Rio Chagres |
| da nur eine Fahrspur vorhanden, muss der Gegenverkehr warten |
| Containerschiff auf dem Panamakanal |
| Tor zum Gamboa-Resort |
Beim Resort angekommen,
erhalten wir zuerst einmal eine Erfrischung und Erklärungen rund um diesen
Nationalpark und auch zu diesem Hotel, in welches nicht nur Touristen, sondern
auch Forscher herkommen.
| Eingangbereich |
| Lobby (Bild leider etwas gequetscht) |
Toller Blick von der Terrasse Richtung Chagres Fluss
Nach einer guten halben Stunde geht's mit dem Bus weiter zu einer nahe im Park gelegenen 'Tramstation'
Damit wir den Regenwald so
richtig erleben und erfahren können, steigen wir in eine Art 'Luftseilbahn' (immer 4
Gäste), die uns mitten durch das üppige Geäst auf einen ca. 200 m hohen Hügel
fährt.
| 'Tramführerin' bzw. lokale Reiseführerin |
| Blick nach unten |
| wir fahren auch mal etwas über den Wipfeln |
Oben angelangt, führt ein kurzer Weg zu einem 30 m hohen Turm (eine Wendelrampe),
von wo man eine tolle Aussicht hat.
Wieder vom Aussichtsturm herunter und auf dem kurzen Weg zur 'Bergtramstation' steht man wieder mitten im Regenwald:
Gegen 17:00 Uhr verlassen wir diesen wundervollen Ort und fahren an Ferienhäusern vorbei hinaus aus dem Nationalpark:
Nun müssen wir auch wieder über diese holprige Brücke und sehen bei einem Blick nach links im Wald den zuvor bestiegenen Turm oben aus den Bäumen herausragen:
Eine Durchfahrt durch den Panamakanal kostet für die MS Albatros ca. 119‘000.—US$. Aber unsere Gedanken sind natürlich beim kommenden Tagesablauf, einem weiteren grossen Höhepunkt unserer Südamerikareise.
Inzwischen sind wir ebenfalls in die 1. Kammer eingefahren und werden in ca. 10 Minuten auf die erforderliche Höhe hoch geflutet.
Gute Ratschläge aus dem Tagesprogramm:
Gegen 10:40 fahren wir in die 2. Kammer der Miraflores-Schleuse.
Die beiden Kammern der Miraflores-Schleuse hätten wir hinter uns (11:15 Uhr), doch gleich fahren wir in die Pedro-Miguel-Schleuse ein, welche nur aus einer Kammer besteht.

Nun haben wir einen 1. spannenden Teil hinter uns und da es Mittagszeit ist, gönnen wir uns eine Pause beim Mittagessen im klimatisierten Restaurant. Denn ich möchte bei der Passage des Gamboa Resorts, wo wir ja gestern waren, wieder draussen an Deck sein.
Die folgenden Seebilder (so ca. 14:30 bis 14:45 aufgenommen) zeigen die Idylle des Gatun-See's:
Ab ca. 16:00 Uhr beginnt die Schleusung durch die Gatun-Schleuse:
Gegen 17:30 Uhr verlassen wir die Schleusenanlagen, um die Limon Bay zu durchqueren, welche nach 8,7 km in den Atlantik mündet. Dieses Kanalstück wird auch als Reede von Schiffen benutzt, welche auf die Einfahrt in die Schleusen warten müssen.
Aus dem Tagesprogramm:
| über diese Brücke sind wir gefahren |
| wie man sieht, bin ich etwas geschlaucht |
Wieder vom Aussichtsturm herunter und auf dem kurzen Weg zur 'Bergtramstation' steht man wieder mitten im Regenwald:
| noch ein letzter Blick Richtung Chagres |
| Wer hat's gebaut? |
| Die 'Talstation' |
| bis alle Gäste wieder unten sind, haben wir noch Zeit, ein paar tolle Fotos zu schiessen |
| Ein Halsbandarassari: ein hübsches Kerlchen, dieser Spechtvogel aus der Familie der Tukane |
Mittlerweile ist es kurz vor 16:00 Uhr. Aber die Besichtigungen im Park sind noch nicht alle abgehakt und so fahren wir mit dem Bus weiter und besuchen ein Aquarium welches Amphibien und Fische
zeigt, die hier leben. Ebenfalls sehen wir einheimische Schmetterlingsarten und
ein Schlangenterrarium. Hier sind wir allerdings nicht hinein gegangen, da uns die Luft zu stickig und unangenehm war. Dafür habe ich mich zum Schluss lieber noch in der Orchideenaufzucht-Station umgesehen:
| Die Orchideen-Aufzuchtstation |
Gegen 17:00 Uhr verlassen wir diesen wundervollen Ort und fahren an Ferienhäusern vorbei hinaus aus dem Nationalpark:
Nun müssen wir auch wieder über diese holprige Brücke und sehen bei einem Blick nach links im Wald den zuvor bestiegenen Turm oben aus den Bäumen herausragen:
| sozusagen eine Bambusallee |
Aus dem Tagesprogramm:
21:12 Uhr: Eine einheimische
Folkloregruppe aus Panama unterhält sie musikalisch auf dem Pooldeck.
24:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich noch Fort Amador/Pan und nimmt Kurs auf den Panamakanal und
auf Cartagena/Kol
MS Albatros verlässt gegen
Mitternacht den Liegeplatz vor Fort Amador und nimmt kurze Zeit später seine
Warteposition im Konvoi vor dem Panama-Kanal.
Sonnenuntergang: 06:33
Uhr Sonnenaufgang: 18:29 Uhr
Donnerstag, 27.
Februar 2014
Eine Durchfahrt durch den Panamakanal kostet für die MS Albatros ca. 119‘000.—US$. Aber unsere Gedanken sind natürlich beim kommenden Tagesablauf, einem weiteren grossen Höhepunkt unserer Südamerikareise.
Planmässig sollte um 06:45
Uhr der Lotse an Bord kommen, aber dieser verspätet sich um 1 Stunde, so dass
sich die Schleusendurchfahrten ebenfalls um ca. eine Stunde verzögern. Gegen
Schluss werden wir die Zeit aber wieder aufholen und sogar eine halbe Stunde
früher im Atlantischen Ozean ankommen.
Auf der 4. Seite des heutigen Tagesprogramms wird der Ablauf folgendermassen erläutert:
Um Punkt 09:30 unterqueren wir die 'Brücke der Amerikaner':
Blick zur Baustelle der neuen Schleusen:
MS Albatros Panamakanalpassage 27 Februar 2014
Voraussichtlicher Fahrplan lt. Kanalbehörde:
Sollte es zu
Änderungen kommen erfahren sie dies über Ihren
Bordradio (Bordweckerkanal) oder
Bordlautsprechersysteme.
06.45 Uhr Aufnahme des Lotsen
09.30 Uhr Einfahrt in die Miraflores Schleuse
10.25 Uhr Ausfahrt Miraflores Schleuse
11.10 Uhr Einfahrt Pedro Miguel Schleuse
11.45 Uhr Ausfahrt Pedro Miguel Schleuse
12.45 Uhr Passage Gamboa
15.35 Uhr Einfahrt Gatun Schleuse
17.25 Uhr Ausfahrt Gatun Schleuse
18.30 Uhr Passage Cristobal – Ende der Passage
| Ausflugsboote sind ebenfalls unterwegs |
![]() |
| Bild von Wikipedia |
Blick zur Baustelle der neuen Schleusen:
| nun nähern wir uns der linksseitigen Kammer der Miraflores-Schleuse |
| in den Kammern auf der rechten Seite werden schon zwei Container-Schiffe 'abgefertigt' |
Inzwischen (kurz vor 10:00 Uhr) ist das Schiff von der rechten Seite eine Stufe höher. Wir nähern uns unserer 1. Position (links), um mittels Leinen an den Treidelloks festgemacht zu werden. Dies geschieht natürlich auf beiden Seiten an je drei Loks:
Mein Mann und ich haben uns auf der Steuerbordseite auf dem Promenadendeck eingerichtet. Also wir stehen an der Reling unmittelbar im mageren Schatten einer senkrechten Verstrebung. So sind wir nicht andauernd der Sonne ausgesetzt:
Inzwischen sind wir ebenfalls in die 1. Kammer eingefahren und werden in ca. 10 Minuten auf die erforderliche Höhe hoch geflutet.
Da es sehr heiss ist, wird man dazu animiert, mehr Wasser zu trinken. Die Kellner laufen darum auf den Aussendecks herum und verkaufen Wasser und alkoholfreie Drinks.
Gute Ratschläge aus dem Tagesprogramm:
"Ein offenes Wort:
Aus Erfahrung
unterschätzen Mitteleuropäer die klimatischen
Bedingungen während einer Panamakanalpassage.
Temperaturen von 35°C im Schatten und
eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 80% erwarten uns.
Bitte achten Sie auf eine
Kopfbedeckung,
Sonnenschutz, minimum 3 Liter Wasser sollten
Sie zu sich nehmen. Achten Sie auch auf Ihren
Mineralstoffhaushalt. Eine Boullion, oder die Aufnahme
von mehr Salz ist hier hilfreich. Gönnen Sie
sich und ihrem Körper eine Pause in den kühleren
Innenbereichen des Schiffes. Achtung, diese wirken durch
die heissen Aussentemperaturen unterkühlt.
Eine Jacke, ein Pullover oder ein Schal helfen."
| Die sonst offene Nok wird mit einem Tuch beschattet! Kapitän M. Hansen wird froh sein. |
Gegen 10:40 fahren wir in die 2. Kammer der Miraflores-Schleuse.
| Der Panamakanal wurde am 15. August 1914 eröffnet, feiert also bald seinen 100-jährigen Geburtstag |
| Staffkap. Mats Nelson (li) und Kap. Morten Hansen |
| Geier auf der Lauer |
Die beiden Kammern der Miraflores-Schleuse hätten wir hinter uns (11:15 Uhr), doch gleich fahren wir in die Pedro-Miguel-Schleuse ein, welche nur aus einer Kammer besteht.
| Hier 'stechen' wir in die rechte Schleusenkammer ein! |
| nicht nur auf dem Wasser oder auf der Strasse, auch auf der Schiene kann man die Landenge durchqueren. |
| in der Pedro-Miguel Schleuse |
| Die Aussentemperatur beträgt 31 Grad |
Pedro-Miguel-Schleuse von oben, ganz hinten der Pier der Miraflores-Schleusen:
("Dieses Bild ist das Werk eines Seemanns oder Angestellten der U.S. Navy, das im Verlauf seiner offiziellen Arbeit erstellt wurde. Als ein Werk der Regierung der Vereinigten Staaten ist diese Datei gemeinfrei.")
Nun haben wir einen 1. spannenden Teil hinter uns und da es Mittagszeit ist, gönnen wir uns eine Pause beim Mittagessen im klimatisierten Restaurant. Denn ich möchte bei der Passage des Gamboa Resorts, wo wir ja gestern waren, wieder draussen an Deck sein.
Ab 13:10 passieren wir die Brücke über den Rio Chagres:
| in der Höhe der Aussichtsturm, von dem aus wir gestern noch einen tollen Ausblick genossen haben |
Die folgenden Seebilder (so ca. 14:30 bis 14:45 aufgenommen) zeigen die Idylle des Gatun-See's:
Ab ca. 16:00 Uhr beginnt die Schleusung durch die Gatun-Schleuse:
| Ein Blick zurück Richtung Gatun-See |
| auch hier weht eine Flagge des Staates Panama |
Gegen 17:30 Uhr verlassen wir die Schleusenanlagen, um die Limon Bay zu durchqueren, welche nach 8,7 km in den Atlantik mündet. Dieses Kanalstück wird auch als Reede von Schiffen benutzt, welche auf die Einfahrt in die Schleusen warten müssen.
| Ein Krokodil sonnst sich am Rande |
| noch ein Blick auf die Baustelle der neuen Schleusenanlagen |
Aus dem Tagesprogramm:
22:00 Uhr: Ca.,
Altweiberfasnacht: da ja nebenbei noch Fasnachtbeginn ist, darf auch eine
solche Party auf der Albatros nicht fehlen. Wir fühlen uns aber irgendwie nicht so
wohl und, obwohl ich endlich - nach 2 Wochen! - meinen Schnupfen überstanden habe, gehen wir
schon vorher Schlafen.
Sonnenaufgang: 06:33 Uhr Sonnenuntergang: 18:30
Uhr
Fortsetzung hier...


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