Freitag, 28.
Februar 2014
Heute Morgen geht es meinem
Mann gar nicht gut. Er hat Durchfall und Schweissausbrüche. Auch ich habe etwas
Durchfall, fühle mich aber sonst nicht reduziert. Wir beschliessen, dass mein
Mann den heutigen Ausflug nicht mitmacht und stornieren diesen.
Bilder von Cartagena in Kolumbien:
Bilder von Cartagena in Kolumbien:
Diese Hochhäuser werden wir nur aus der Ferne 'geniessen', denn der Ausflug findet vorwiegend in der Altstadt statt.
Ankunft des Schiffes in Cartagena Kolumbien ist gegen 13:00 Uhr und mein Ausflug beginnt um 13:45 Uhr:
eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt, welche auf einer dreieckigen Halbinsel liegt und fast vollständig von einer Stadtmauer umschlossen ist. Unterwegs sind wir mit Bus und Kutsche, geeignet für gehbehinderte Gäste, laut
Beschrieb. Nach 3 Stopps, u.a. eine Getränkepause, ist die einstündige
Kutschenfahrt an der Reihe. Wir bekommen eine schöne und z.T. renovierte Altstadt
zu sehen… ich bin echt begeistert.
Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum mit Festungsring und den Stadtteilen Centro mit der Kathedrale und zahllosen Palästen im andalusischen Stil, San Diego, dem Viertel der Händler und der zahlenmäßig kleinen Bourgeoisie sowie Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, das aus dieser Zeit stammt, wurde 1959 zum nationalen Kulturerbe erklärt und ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einer Landzunge neben der ummauerten Altstadt liegt die riesige Hotelzone, Bocagrande." Wikipedia
Besuch des Castillo de San Felipe (liegt ausserhalb der Altstadt und Halbinsel):
Besuch von Souvenirläden im ehemaligen Munitionslager Las Bovedas:
Auf der Weiterfahrt im Bus...
... zur ersten Erfrischung (1 Getränk) im Cafe del Mar auf der Festung 'Baluarte de Santo Domingo'. Von hier oben hat man einen wundervollen Blick auf's karibische Meer. Glücklicherweise weht eine angenehme Brise:
| die Festungsmauern sind hier sehr breit |
Gegen 15:50 Uhr beginnt dann die Kutschenfahrt, zu der wir uns immer zu 4. eine Kutsche teilen:
| hier passieren wir wieder das ehemalige Munitionslager |
Eine Statue des Gründers von Cartagena: Pedro de Heredia gründete am 1. Juli 1533 im Zuge der Kolonialisierung Südamerikas diese Hafenstadt an der Karibikküste:
| am Ende der Fahrt werden noch Erinnerungsfotos geknipst! |
Weniger begeistert bin ich, d.h. eigentlich eher die Gäste, welche schlecht zu Fuss sind: dass nach ca. 45 Minuten die 'einstündige' Kutschenfahrt endet. Wäre nicht so schlimm,
aber wir halten nicht am Ausgangspunkt, sondern noch in der Altstadt, wo wir jetzt noch eine halbe Stunde Freizeit haben. Dies hat den Vorteil, dass man in Ruhe und ohne Gerüttel einer Kutschenfahrt die hübschen Häuser im Kolonialstil bewundern und fotografieren kann.
Wir spazieren nun quer über diesen Platz zur Iglesia de San Pedro Claver:
Wir spazieren nun quer über diesen Platz zur Iglesia de San Pedro Claver:
Der spanische Jesuitenpater Pedro Claver (26. Juni 1581 - 7. September 1654) war der Schutzpatron der Sklaven der Republik Kolumbien. Während 40 Jahren hat er 300.000 Menschen getauft. Er ist auch Schutzpatron für die Seeleute.
Folgende Bronzestatue ist ihm gewidmet:
| die Kirche San Pedro Claver |
Danach müssen wir eine doch längere Strecke
zu den Bussen überwinden, die jetzt woanders warten. (Dies wurde uns im vornherein nicht
kommuniziert, und so waren einige gehbehinderte Gäste gar nicht glücklich
darüber. Mein Mann wäre es auch nicht gewesen.)
Mein Mann hat sich inzwischen in
der Kabine ausgeruht und soweit erholt, dass er den Abend nach dem Essen bei einem gemütlichen Zusammensitzen mit Margret (kennen wir von der Herbstreise 2011) draussen
vor Harry’s Bar gut übersteht.
| Aussentemperatur um 17:00 Uhr: 29 Grad |
Aus dem Tagesprogramm:
21:15 Uhr: Tanz auf dem Deck
mit der Atlantis Band
23:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich von Cartagena und nimmt Kurs auf Santa Marta/Kol
NB: heute steht im TP, dass
das notwendige Visum für Kuba mit 17.-- € allen deutschen Staatsbürgen vom
Bordkonto abgezogen werde. Alle anderen Staatsbürger sollen sich mit ihrem
Visum bei der Rezeption melden!!! Tja, das haben wir wohl Zuhause bei den erhaltenen
Infos überlesen, wir haben nämlich kein Visum besorgt. Eine Abklärung hat dann
ergeben, dass wir nicht die Einzigen sind und man versucht, uns ebenfalls ins
Gruppenvisum aufzunehmen. Das hat dann auch geklappt. Warum nicht gleich von
Anfang an... denkt jetzt mancher….
Sonnenaufgang: 06:17 Uhr Sonnenuntergang: 18:12
Uhr
Dieses gelb gestrichene Anwesen ist das Haupthaus der Familie von Joaquin de Mier y Benitez. Dieser baute Zuckerrohr an und verarbeitete ihn auf seinem Gelände zu Rohrzucker, Rum und Honig.
Übrigens: Bolivar gab Bolivien seinen Namen!
Nun geht's weiter im Gelände, vorbei an einer Statue von Simon Bolivar...
...nochmals ein Blick zurück zum Hauptgebäude und Statue..
...und ein Blick in die Fahnenallee, welche an meinem Standort endet und in der Fortsetzung zum Gebäude auf dem Bild darunter mündet:
Es sind schöne und
interessante Einblicke, die wir hier erhalten, aber da es sehr heiss ist, entwickelt
sich das Ganze je länger je mehr zu einer regelrechten Tortur. Gegen Ende des
Aufenthaltes (nach 11:00 Uhr) verabschieden sich einige Gäste von der Gruppe, um zu den
klimatisierten Bussen zu flüchten!
Nach einer guten viertel Stunde sind wir schon wieder draussen, um uns zum letzten Mal auf diesem Ausflug in den Bus zu setzten und zum nahen Hafen zurück zu fahren.
Samstag, 1. März
2014
Um 07:00 Uhr klingelt unser
Wecker, da wir um 09:00 Uhr einen halbtägigen Ausflug in Santa Marta haben.
Aber leider hat mein Mann einen ‚Rückschlag‘ mit Durchfall, Zittern und Schweissausbruch, ohne Fieber.
Schnell ist entschlossen, dass er nicht mit auf den Ausflug kann. Er zieht sich an
und geht zum Arzt, ich ziehe mich ebenfalls an, nehme ein Imodium lingual, da
ich etwas dünnen Stuhlgang habe, gehe kurz Frühstücken, storniere den Ausflug meines Mannes und begebe mich kurz vor 09:00 Uhr in die Atlantik Lounge, um mich einem Bus
zuteilen zu lassen.
Der Ausflugsbeschrieb informiert über wenige Stopps, dafür einen langen (1 Std.) Aufenthalt im Landgut QUINTA DE SAN PEDRO ALEJANDRINO, wo Simon Bolivar gestorben ist. Als erstes fahren
wir auch zu diesem sehr weitläufigen Anwesen, welches etwas ausserhalb der Kernzone der Stadt liegt.
| wenn man genau schaut, entdeckt man sogar die MS Albatros! |
| hier wächst ein wuchtiger Baum mit weitläufigen Lianen! |
Dieses gelb gestrichene Anwesen ist das Haupthaus der Familie von Joaquin de Mier y Benitez. Dieser baute Zuckerrohr an und verarbeitete ihn auf seinem Gelände zu Rohrzucker, Rum und Honig.
In einem der Räume befindet sich auch eine kleine Kapelle:
Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco, genannt „El Libertador“, (* 24. Juli 1783 in Caracas, Neugranada; † 17. Dezember 1830 in Santa Marta, Großkolumbien) war ein neugranadischer Unabhängigkeitskämpfer und ist Nationalheld vieler südamerikanischer Länder. Er führte die südamerikanische Unabhängigkeitsbewegung gegen die spanischen Kolonialherren in den heutigen lateinamerikanischen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panama, Ecuador, Peru und Bolivien an. (Wikipedia)
Übrigens: Bolivar gab Bolivien seinen Namen!
Am 10. Dezember, also 7 Tage vor seinem Tod, hat er ( auch El Libertador, der Befreier genannt) noch eine Abschiedsproklamation an das Volk von Kolumbien geschrieben:
In diesem Zimmer ist Simon Bolivar an Tuberkulose gestorben (oben)
| Simon Bolivar |
Nun geht's weiter im Gelände, vorbei an einer Statue von Simon Bolivar...
...nochmals ein Blick zurück zum Hauptgebäude und Statue..
...und ein Blick in die Fahnenallee, welche an meinem Standort endet und in der Fortsetzung zum Gebäude auf dem Bild darunter mündet:
Dieses monumentale Gebäude beherbergt eigentlich nur eine weitere pompöse Statue mit Simon Bolivar, umrahmt von Schutzengeln und Gestalten, zu welchen ich hier keine Erklärungen abgeben kann:
Etwas länger Zeit haben wir nun für die drei Ausstellungsräume des Museums für zeitgenössische Kunst. Das Museum zeigt mehr als 170 Gemälde, Skulpturen, Stiche und Zeichnungen berühmter Künstler, welche dem "Bolivarismus" angehören. Dieser Begriff bezieht sich auf Simón Bolívar, unter dessen Führung die heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panama, Ecuador und Bolivien ihre Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft erlangten.
Im Folgenden nur zwei Bilder von einem Schatten spendenden Baum im Hof:
(im Nachhinein frage ich mich, warum ich keine Bilder von den Innenräumen gemacht habe, aber ws. war dort das Fotografieren verboten!)
(im Nachhinein frage ich mich, warum ich keine Bilder von den Innenräumen gemacht habe, aber ws. war dort das Fotografieren verboten!)
| Wieder ausserhalb des grossen Geländes mit Blick zum Eingangsbereich |
Zurück in der Stadt
verzögert sich alles, da wir meist im Stau stehen. Dennoch 'klappern' wir die sonst noch auf dem Programm stehenden Sehenswürdigkeiten ab:
| während der Busfahrt: fröhlich gestaltete Umschliessungsmauer einer Schule |
Gegen 11:30 Uhr erreichen wir das Fussballstadion von Santa Marta, um uns der Statue von Carlos Valderrama zu widmen. Am 2.9.1961 wurde er in dieser Stadt geboren, gilt als bester kolumbianischer Fussballer aller Zeiten und wurde zweimal zum Fussballer des Jahres in Südamerika gekürt. Genannt wird er auch El Pibe - der Junge und wegen seines zitronengelben Haares bekannt.
Auf der Weiterfahrt und im Stau steckend einige Impressionen links und rechts vom Bus aus gesehen:
| Bei der Dame kann man wahrscheinlich frisch gepressten Zuckerrohrsaft kaufen |
| ein Geschäft mit Elektronikartikeln |
Um 12:30 Uhr stehen wir dann auf einem Platz vor der Kathedrale Santa Marta. Da gerade ein Gottesdienst stattfindet, kann uns der Reiseleiter nur unter vorgehaltener Hand Informationen weitergeben.
Zum nächsten Besichtigungspunkt müssen wir etwas durch die engen Gassen gehen, da er nicht weit entfernt ist. Denn der Verkehr und die Einbahnstrassen machen das vorwärts kommen für unseren Bus in dieser Stadt nicht gerade einfach. So werden wir Zeugen einer für uns ungewohnten Situation: frischen Fisch direkt von der Mopedlenkstange!
| Fischverkauf am Strassenrand! |
Um 12:50 stehen wir beim Parque Simon Bolivar in der Calle 14 vor dem Eingang zum 'Museo del Oro Tairona de Santa Marta'.
Die Sammlung besteht aus repräsentativen präkolumbianischen Goldstücken, Keramik und Stein der alten indigenen Kulturen der Region Magdalena. (Noch im Jahr 2014 ist die Ausstellung in das neu restaurierte Nachbargebäude umgezogen. Ein 300-jähriges Zollhaus im Kolonialstil erbaut)
| eine Grabstätte: dem Toten wurden viele Kostbarkeiten ins Jenseits mitgegeben |
| winzige Figürchen aus Edelmetall |
Nach einer guten viertel Stunde sind wir schon wieder draussen, um uns zum letzten Mal auf diesem Ausflug in den Bus zu setzten und zum nahen Hafen zurück zu fahren.
| Simon Bolivar Park vom Bus aus gesehen |
Es reicht gerade noch zum
Mittagessen: wir sind um 13:10 Uhr auf dem Schiff und Einlass in die
Restaurants ist bis 13:30 Uhr. Doch meinem Mann ist vom Arzt empfohlen worden,
nicht in die Restaurants zu gehen und etwas auf die Kabine zu bestellen, was wir dann auch machen. Er ist
auch nicht der einzige, welcher an dieser Durchfallerkrankung leidet... (dem Arzt ging die Arbeit auf dieser Reise nicht aus!)
Blick nach Santa Marta vom Schiff aus:
Für den Nachmittag habe ich mir vorgenommen, eine notwendige Wäsche zu waschen. Aber erst kurz vor 17:00 Uhr erhalte ich eine freie Waschmaschine! So was habe ich noch nie erlebt. Auch danach sind die WM immer wieder besetzt, so auch die Trockener.
| Außentemperatur 15:30 Uhr: 29 Grad |
Aus dem Tagesprogramm:
18:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich von Santa Marta/Kol und nimmt Kurs auf Santiago de Cuba/Kuba
22:00 Uhr: Alemannische
Fasnachtsparty – Austreibung des Winters!
Haben wir natürlich auch
verschlafen!
Sonnenaufgang: 06:12 Uhr Sonnenuntergang: 18:06
Uhr
Sonntag, 2. März
2014
Heute verbringen wir einen
der wenigen Tage auf See dieses Reiseabschnitts. Am Morgen schreibe ich am
Tagebuch weiter. Nach dem Mittagessen gönnen wir uns wie fast jeden freien
Nachmittag eine Ruhepause. Mein Mann fühlt sich immer noch nicht 100 %.
Aus dem Tagesprogramm:
14:15 Uhr: Daniela lädt die
Teilnehmer am Nachprogramm ‚Baden auf Kuba‘ herzlich zu einem kurzen
Informations-Treff in die Casablanca Bar ein.
Diesen Termin haben wir schlichtweg nicht nur
verschlafen, sondern auch überlesen. Habe diesen Eintrag erst am Mittwoch 5.3. gelesen....
Wären natürlich gerne dabei gewesen, leider gab es keine persönliche Einladung
dazu und im Nachhinein gab es auch keine Reaktion, warum wir gefehlt haben.
16:00 Uhr: Einladung zum
VIP-Cocktail in die Pazifik-Lounge: steht nicht im Tagesprogramm, aber wegen des persönlichen Schreibens habe ich diese Einladung nicht verpasst. Mein Mann hat allerdings keine Lust, da ja noch
etwas angeschlagen.
19:45 Uhr: Unsere Zeit zum Buffet Magnifique
Ab 17:15 Uhr besteht die Möglichkeit, Aufnahmen vom noch unversehrten Buffet Magnifique zu machen. So zu sagen als Aufpasser stehen die Kellner auf beiden Seiten Spalier:
| Ardana und seine Assistenzkellnerin (hatten wir auf unserem 1. Abschnitt) |
Sonnenaufgang: 06:14 Uhr Sonnenuntergang: 18:07
Uhr
Fortsetzung hier...
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