Montag, 20. Januar
2014
| Foto JS |
Um ca, 07:00 Uhr erreichen
wir Maceió. Wieder gehen wir gemeinsam auf einen Ausflug: ‚Historisches Maceió‘.
Insgesamt 3 Std. lang fahren wir mehr oder weniger durch die Stadt.
Der erste Stopp ist
im Südosten auf einer Halbinsel (nördlich davon der Lagoa Munduau = Lagune), wo
wir einmal mehr einen Kunsthandwerksmarkt besuchen.
Dann zurück Richtung
Innenstadt,
wo wir mangels Parkplätzen für grosse Busse nicht halten können.
Das ist jedenfalls die Begründung auf die lautstarke Reklamation eines aufgebrachten Mitreisenden, warum wir denn keinen Fotostopp einlegen....
Der 2. Stopp ist ein Aussichtspunkt, von wo man einen Ausblick bis zum Hafen und zu unserem Schiff hat...
Der 3. Halt ist hinter einem
Markt mit den üblichen Waren. Hat man ihn durchquert und die Strasse überquert,
kommt man zum langen Sandstrand. Gesäumt ist die Strasse bzw. der Strand von
vielen Hotels. Dementsprechend hat es auch viele Leute am Strand.
Aus dem Tagesprogramm:
14:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich von Maceió und nimmt Kurs auf Salvador da Bahia/Bra
18:00 Uhr: ‚Rund um
Südamerika‘-Abendessen21:15 Uhr: Best of Musical
Sonnenaufgang: 05:16 Uhr Sonnenuntergang: 17:52
Uhr
Dienstag, 21.
Januar 2014
Heute werden wir Salvador da Bahia besichtigen. Mein Mann nimmt an einer Panoramafahrt im Bus teil und ich werde
mit meinem Vater zu Fuss das historische Salvador besichtigen, davor eine
Panoramafahrt im Bus. Unser örtlicher Reiseleiter mit deutschem Vater und
französischer Mutter ist in Brasilien geboren und aufgewachsen. Als Teenager
ist er mit der Familie nach Deutschland gezogen, hat sich dann aber bald nach
Brasilien zurückgesehnt. Sein Interesse an diesem Land merkt man, denn er weiss
viiiiiel zu erzählen. Vor den Objekten bleiben wir lange stehen, bis er all
seine Erklärungen abgegeben hat. Aber die 2½ Std. auf dem Stadtrundgang gehen trotz der hohen
Temperaturen gefühlt zügig vorbei, da man ihm gut und gerne zuhören kann.
(Die ganze Tour sollte 3½ Stdt. dauern, geworden sind es mind. 4½ Stdt.!)
Im Video erzählt der
Reiseführer über Salvador währenddem wir die Av. Sete de Setembro
entlangfahren. Hier müssen reichere Einheimische wohnen, da die Eingänge bewacht
sind. Wir biegen dann rechts ab und sehen auf der linken Seite den Praça (Platz) Campo Grande. Umschlossen
ist er von einem wunderschön gestalteten Zaun:
Nach der gut zweistündigen! Panoramafahrt (sind öfters im Verkehrsstau
stecken geblieben) beginnt nun der angekündigte zweistündige Rundgang durch die
Altstadt von Salvador (der dann wie erwähnt länger dauern wird)
Der Palacio Rio Branco befindet sich am Praca (Platz) Tome de Sousa im Nachbarschaft von Rathaus:
und Elevator Lacerda:
Der Palacio war der ehemalige Sitz der Regierung von Bahia. Jetzt
ist es das älteste Gebäude in Brasilien. Der Palast wurde im 16. Jahrhundert von
dem ersten Generalgouverneur Brasiliens als Sitz der Portugiesischen Regierung
erbaut. Heute ist er Sitz von Fundação Pedro Calmon, Cultural Foundation Bahia
und Memorial dos Governadores. Im Jahr 1984 wurde das Gebäude komplett renoviert (Text Internet)
Baianas: die
Priesterinnen der Straße...
...Im
Altstadtviertel Pelourinho, in Salvadorde de Bahia, sieht man viele Frauen in
auffälliger weisser Tracht. Diese Baianas sind Anhängerinnen des Candomblé,
einer Religion, die während der Zeit der Sklaverei entstand und aus
christlichen und afrikanischen Anteilen besteht. Heute ist diese Religion der
Orixás, der Candomblé, nicht mehr verboten, sondern wird zunehmend zum Zeichen
eines neuen afrobrasilianischen Selbstbewusstseins und sogar zur
Touristenattraktion. Die alten Gewohnheiten haben sie aber erhalten. Eine echte
"Baiana" kleidet sich nicht nur in weiß, sondern sie trägt in
Referenz an den Heiligen des entsprechenden Tages ein oder mehrere
Kleidungsstücke in seiner bevorzugten Farbe und um den Hals meist Glasperlen in
den Farben ihres persönlichen Heiligen. Man sagt, dass Salvador für jeden Tag
des Jahres einen Heiligen hat. Zur Finanzierung der Candomblé Tempel verkauften
sie schon immer auf den Strassen Essen. Das tun sie auch heute noch. Viele
betreiben kleine Imbiss-Stände und verkaufen Acaraje. Das ist zu Klößen
geformtes, in Dendé-Öl gebratenes Maniokmehl, gefüllt mit Shrimps und Gemüse
und wird mit scharfer Sosse gegessen. (Text Internet)
In Brasilien wird der 20. November als Tag des Schwarzen Selbstbewusstseins (Dia da Consciência Negra) gefeiert. Zumbi wurde zum Held der afro-brasilianischen Menschenrechtsbewegung des zwanzigsten Jahrhunderts sowie zum Nationalhelden.
(Text Internet)
(Text Internet)
| und gelangen in eine Fussgängerzone mit Blick zur Kirche São Francisco, die wir - nach ein paar Minuten zur freien Verfügung - besichtigen |
Prachtvolle Architektur der Igreja de São Francisco
Die Igreja de São Francisco wirkt von außen eher schlicht. Ihre Architektur ist an den manieristischen Stil angelehnt und wurde wohl auch von der Catedral Basílica de Salvador am nahe gelegenen Terreiro de Jesus inspiriert. Der Fassadenschmuck hält sich in Grenzen und die beiden kalkweißen Glockentürme weisen überhaupt kaum Verzierungen auf. Ungewöhnlich ist höchstens, dass die Igreja de São Francisco im Gegensatz zu den meisten anderen einschiffigen Franziskaner-Kirchen im Nordosten von Brasilien, drei Kirchenschiffe aufweist.
Das zugehörige Franziskaner-Kloster ist zwar nicht so verschwenderisch geschmückt wie die Igreja de São Francisco, zählt jedoch auch zu den bedeutenden Beispielen barocker Kunst. Die Holzdecke der Eingangshalle wurde 1774 von José Joaquim da Rocha bemalt, der auch bereits die Igreja Nossa Senhora da Conceição da Praia in der Unterstadt von Salvador schmückte, und auch die blauweißen Fliesenbilder aus Lissabon sind hier wieder zu finden.
Die Fliesen stellen Szenen des beschaulichen Lebens dar und wurden 1782 fertiggestellt. Der Kreuzgang wurde 1729 begonnen und 1794 beendet. Die Fliesen stammen aus Portugal und wurden in den Jahren 1743 bis 1745 fertiggestellt. Nach der Überlieferung handelt es sich um eine Schenkung des portugiesischen Königs Joao V. Der untere Kreuzgang hat 37 Fliesen, die nach Vorlagen des flämischen Malers Oto von Veen aus dem Jahr 1608 hergestellt wurden.
| bemalte Holzdecke |
Betritt man jedoch die Igreja de São Francisco, stockt einem der Atem und man weiß plötzlich, warum sich die Innendekoration der Kirche über fast 150 Jahre zog. Ein unermesslicher Reichtum an Schnitzereien, Skulpturen und Goldverzierungen tut sich auf, wohin der Blick auch fällt. Scheinbar jeder Millimeter der Wand-, Boden-, Säulen- und Deckenfläche wurde für die fantastische Deko genutzt. Die Igreja de São Francisco ist das vollständigste und imposanteste Beispiel für portugiesisch-brasilianische Schnitzkunst. Schätzungen belaufen sich auf die Verwendung von einer Tonne Gold.
Der Altar ist über und über mit Gold verziert und wird von Vögeln und Engeln bewacht, die Decke besteht aus einer unglaublichen Vielfalt an meisterhaft geschnitzten und bemalten Paneelen. Der untere Teil der Wand in der Hauptkapelle wird von blauweißen Fliesenbildern aus Lissabon geschmückt, die das Leben des Heiligen Franz von Assisi darstellen. Diese so genannten „Azulejos" wurden 1737 vom portugiesischen Künstler Bartolomeu Antunes de Jesus geschaffen. (Text Internet)
Der Altar ist über und über mit Gold verziert und wird von Vögeln und Engeln bewacht, die Decke besteht aus einer unglaublichen Vielfalt an meisterhaft geschnitzten und bemalten Paneelen. Der untere Teil der Wand in der Hauptkapelle wird von blauweißen Fliesenbildern aus Lissabon geschmückt, die das Leben des Heiligen Franz von Assisi darstellen. Diese so genannten „Azulejos" wurden 1737 vom portugiesischen Künstler Bartolomeu Antunes de Jesus geschaffen. (Text Internet)
| Wieder draussen mit Blick zurück, wo wir hergekommen sind. |
Nach rechts (im Bild) geht es weiter bis zum Largo do Pelourinho.
Einige Impressionen:
Sonnenaufgang: 05:22 Uhr Sonnenuntergang: 18:06
Uhr
Donnerstag, 23.
Januar 2014
Ein wundervoller Sonnenuntergang ist uns bei einem Aperitif gegönnt:
Fortsetzung hier
Einige Impressionen:
*Olodum ist eine der bekanntesten Gruppen des Sambareggae und hat diese Musik maßgeblich geprägt. Die Musikgruppe wurde 1979 als bloco afro nach dem Vorbild von Ilê Aiyê gegründet und verband die Musik von Anfang an mit politischen Forderungen nach Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung. Das Kulturzentrum von Olodum liegt direkt am Pelourinho, dem historischen Zentrum der Altstadt von Salvador.
Neben vielen eigenen Platten und CDs spielte Olodum 1990 mit Paul Simon das Stück The Obvious Child auf dessen Album The Rhythm of the Saints ein, 1995 nahm Michael Jackson die Single They Don't Care About Us mit der Gruppe auf, die auch in dem Video zu sehen ist. Außerdem spielten sie den Trommelrhythmus für Aufnahmen von Wayne Shorter und Herbie Hancock auf der Kompilation Bahia Black – Ritual Beating System von Bill Laswell ein. Michael Jackson trägt mehrere Olodum T-Shirts in dem Video seines Hits "They don't care about us". 2014 spielte Olodum (neben Jennifer Lopez und Claudia Leitte) in dem FIFA World Cup Song von Pitbull mit. (Text Wikipedia)
Hier das Video von Michael Jackson - They Don't Care About Us
Inzwischen ist es halb Zwei am Nachmittag! Nun sind wir doch langsam am Anschlag unserer Aufnahmefähigkeit und froh, dass es wieder zurück zum Schiff geht.
Zügig fällt unser
Mittagessen aus: Wegen Stau und der längeren Stadtführung kommen wir gerade
noch 5 Min. vor Einlassende (14:00 Uhr) ins Restaurant!
Aus dem Tagesprogramm:
18:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich von Salvador da Bahia und nimmt Kurs auf Búzios/Bra
21:15 Uhr: Kirmes, buntes
Jahrmarkt-Treiben auf dem Pooldeck: da sind wir natürlich dabei!
Mittwoch, 22.
Januar 2014
In
der Nacht haben wir die Uhren eine Stunde vorgestellt, obwohl wir die Zeitzone
nicht gewechselt haben! Der Grund wird ws. der sein, dass unsere passierenden
Bundesstaaten von Brasilien eine Sommerzeit haben. Der Verlust dieser Stunde
lässt sich verschmerzen, da heute ein Seetag ist. Wie an solchen Tagen üblich,
gibt es diverse Veranstaltungen. Auch an diesem Seetag, etwa die Mitte der
Reise, findet das Buffet Magnifique statt, welches in 2 Sitzungen angeboten
wird. Wir gehen um 20:00 Uhr (1. Sitzung 18:00) zu diesem mit viel Aufwand
aufgebauten Schlemmer-Dinner
Canada mit Kolleginnen:
Sonnenaufgang: 06:31Uhr Sonnenuntergang: 20:04Uhr
Auf dem Weg nach Búzios:
| (Fotos JS... |
| ....bis hier JS) |
| Etwas diffus, aber eindrückliche Bergkulisse |
| Tenderboote werden zu Wasser gelassen |
| (Foto JS) |
| (Foto JS) |
Erst
am Nachmittag sind wir in Búzios auf Reede, also wieder einmal mit den
Tenderbooten unterwegs. Das Städtchen liegt 170 km nordöstlich von Rio de Janeiro
entfernt und ist sowas wie ein Erholungsort für die eher reichen Einwohner von
Rio. Bekannt wurde der Ort (auch St. Tropez von Brasilien) v.a. darum, weil
sich in den 60-er Jahren Brigitte Bardot hier aufgehalten hat.
Wir
sind auf eigene Faust unterwegs und klappern die Geschäfte nach passenden
T-Shirts ab. Denn wir haben noch Reais, die wir loswerden wollen. Nebenbei knipsen wir auch noch ein paar schöne Fotos:
| (Foto JS) |
| Die Hitze macht durstig und eine kurze Pause im Schatten ist wohltuend |
Ein wundervoller Sonnenuntergang ist uns bei einem Aperitif gegönnt:
Aus dem Tagesprogramm:
10:30 Uhr: Buchlesung: Haben
Sie auch eine ‚Innenkabine mit Balkon?‘
21:00 Uhr: MS Albatros
verabschiedet sich von Búzios und nimmt Kurs auf Rio de Janeiro/Bra
Sonnenaufgang: 06:21 Uhr Sonnenuntergang: 19:37 Uhr
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