Die Fahrt geht weiter nach Aqaba, Jordanien und wieder Richtung Osten in eine andere Zeitzone, so müssen die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt werden.
Felsenstadt Petra
Hier werden wir ein weiteres Highlight unserer Reise erleben: Die Felsenstadt PETRA.
Mit Bussen geht’s nach 08:00 Uhr los auf die Hauptstrasse Richtung Amman. Kaum aus der Stadt raus, gibt’s schon den ersten Security Point. Dort erlaubt man uns die Weiterfahrt nur mit einer Polizei-Eskorte. Nach einer gefühlten halben Stunde ist dann ein Polizeiauto gekommen, hat sich vor uns eingereiht und ist dann in gemächlichem Tempo mit 50 km/h anstatt den erlaubten 100 km/h vorausgefahren!!! Das kann ja heiter werden, denn der jordanische Reiseleiter hat uns kurz vorher den Zeitplan durchgegeben: gut 2 Std. bis Petra! Der kann so nicht eingehalten werden! Nun beginnt ein Machtkampf zwischen Polizei und Busfahrer: wenn unser Bus mal nach vorne brescht, überholt der Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene und bremst uns ab. Gleichzeitig telefoniert der Reiseleiter mit „Irgendjemandem“ und diskutiert heftig. Irgendwie und irgendwann fruchtet das und die Polizei winkt uns durch und bleibt uns vom Leib. So eine Gängelei lässt uns auch nicht gerade das Gefühl hochkommen, wir seien hier willkommen. Denn mit Sicherheitsvorkehrungen hat dies wohl kaum zu tun, eher mit „Bakschisch“.
Nach einem Zwischenstopp bei einem Souvenirshop und Toiletten-Möglichkeit, kommen wir nach 11 Uhr auf dem grossen Parkplatz an. Zu Fuss geht man noch ein Stück bis zum Einganstor zum riesigen Gelände dieser unvorstellbaren Hinterlassenschaft einer uralten Dynastie.
INFO: Wir bekommen ein Ticket, das 50 Jord. Dinar, ~ 50 Euro, gekostet hat.
TIPP: Jene, die nicht gut zu Fuss sind, können entweder hoch zu Ross oder mit einem Pferdewagen bis zum Schatzhaus des Pharao „el-Kazneh“ reiten bzw. fahren. Zu zweit kostet die Hin- und Rückfahrt 20 Euro. Am heutigen Oster-Sonntag, kostet es dann aber 25 Euro!! Man könnte auch in US-Dollar bezahlen.
Mein Mann hat mit einem anderen Gast einen Pferdewagen benützt. Am Ende meinte er, wahrscheinlich sei selber laufen gesünder gewesen. Denn der Weg geht anfangs über eher sandigen mit kleinen Steinen durchmischten Boden. Im Siq, der engeren Schlucht, ist der Weg einmal eben und dann wieder mit groben, klobigen Steinen bepflastert. Darum trägt der Wagenführer ein steifes Korsett!
Ansonsten ist es eine sehr eindrucksvolle Begegnung mit einer der bedeutendsten antiken, durch die nabatäische Kultur geprägten Stadt, die vom Schweizer Burckhardt zu Beginn des 19. Jh.‘s wieder entdeckt wurde.
Ich gehe in der Gruppe und bemühe mich, den Anschluss nicht zu verpassen. Denn ich bin fasziniert und auch überwältigt von dieser Natur, nicht nur die Felsen-Meisselarbeiten sind grossartig, sondern auch die ganze Umgebung ist einzigartig. Vom eher offenen Gelände gelangt man plötzlich in eine enge Schlucht – der Siq, (dt.: „Schacht“) ca. 1200 m lang, an der engsten Stelle nur 2m schmal. Die Felsen ragen bis zu 100 m hoch.
Kurz vor dem Ende der schmalen Schlucht lässt uns der Reiseleiter anhalten und macht uns auf den ersten Blick auf das monumentale Schatzhaus - eigentlich ein Felsengrab - aufmerksam.
Dann eröffnet sich einem eine Art Innenhof, denn auch hier ragen die Felsen weit in die Höhe empor.
Der Star der Manege ist das „Schatzhaus des Pharao“, 40 m hoch und 28 m breit in den Felsen gehauen. Man vermutet, dass die Khazne im 1. Jh. v. Chr. als Grab für König Aretas III errichtet wurde.
INFO: Auf dem Platz gibt es ein Souvenirgeschäft und Sitzgelegenheiten zum Verschnaufen und Konsumieren von Getränken, Toiletten.
Für all das bleibt mir keine Zeit, es geht gleich weiter Richtung Theater.
| DasTheater ist direkt aus dem Felsen gemeisselt worden und bot auf 33 Sitzreihen etwa 5.000 Zuschauern Platz |
Ab dort haben wir freie Zeit und bekommen die Information, wann wir wieder beim Bus zurück sein müssen. Da dies ein weiter Weg ist, muss man das gut einkalkulieren.
Noch einige Bilder auf dem Rückweg:
Um 19:00 Uhr legen wir in Jordanien ab und machen uns auf den Weg nach Israel. Das ist hier der kürzeste Weg von einer Destination zur anderen: 2,5 sm oder 4,7 km. Eilat liegt ja auf der anderen Seite der Bucht. Zuerst war der Kapitän nicht sicher, ob wir rechtzeitig um 21:00 Uhr dort ankommen, da der Lotse ein Familienfest hat und zur Zeit auch in Israel Feiertage sind. Aber es geht dann doch alles wie geplant und wir landen schon früher im Hafen von Eilat.
Darüber sind wir alle froh, denn nun beginnt gestaffelt nach Decks die persönliche Vorstellung jeden Gastes bei den Behörden. Dafür wird in der Karibik-Bar sozusagen ein Zollamt aufgestellt. Zur angegebenen Zeit (die Ersten ab 21:00 Uhr, die Letzen kurz vor 23:00 Uhr) begeben wir uns dorthin. Im Vorfeld wurden wir informiert, dass wir evtl. Fragen beantworten müssen. Die Beamten sind dann aber alle sehr kooperativ, so dass wir nur den Pass und unser Gesicht zeigen müssen und gleich weg gewunken werden.
INFO: Den Stempel bekommt man übrigens auf ein separates Blatt und nicht direkt in den Pass!
So müssen auch die Letzten nicht bis um 23:00 Uhr warten. Denn der Tag war ja je nach dem schon genug anstrengend, der eine oder andere würde wahrscheinlich gerne schon längst im Bett liegen.
Wetterlage um 17:30 Uhr (Uhr um 1 Std. vorgestellt):
Seestärke: 2 (frühmorgens einmal 4, was das Höchste war während der ganzen Reise)
Aussentemp.: 29°C
Luftdruck: 1009 hPa, heiter
Luftfeuchtigkeit: 77 %
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