gemütlich auf dem Balkon

gemütlich auf dem Balkon

Mittwoch, 16.6.2010:
St. Petersburg. 07:00 Uhr Ankunft, auf der Newa vor der Leutnant-Schmidt-Brücke. Bedeckt, 9°C.

So, nun sind wir in dieser geschichtsträchtigen Stadt und schon sehr gespannt, was uns erwartet. Ich beobachte das Anlegemanöver vom Promenadendeck aus. Empfangen werden wir von einer kleinen uniformierten Musik-Kapelle:



Für die beiden Tage in dieser mit Sehenswürdigkeiten überfüllten Stadt haben wir uns ein “St. Petersburg-Light”-Programm zusammen gestellt. Werde hier also nicht über das Bernsteinzimmer im Katharinenpalast, nicht über den Peterhof, nicht über die Eremitage (Winterpalast), die Peter-Paul-Festung oder einen Ballettabend berichten.
Nein, heute Morgen machen wir eine ganz banale Stadtrundfahrt, am Abend eine Kanalfahrt und morgen Nachmittag besuchen wir die Blutkirche mit Spaziergang zum Newskij Prospekt, der breiten Haupt- und Einkaufsstraße St. Petersburgs .

Da man ohne Visum nicht nach Russland einreisen kann, können wir also nicht mal schnell vom Schiff und alleine los ziehen. Mit der Buchung eines Ausflugs bekommt man aber eine Landgangkarte, die im Preis inbegriffen ist. Diese haben wir gestern erhalten und ausgefüllt (Personalien, Passnummer).
Wenn der Ausflug beginnt, geht man vom Schiff ins Passbüro 



zu einem Beamten, zeigt den Pass, die Landgangkarte, das Bus- und das Ausflugsticket. Außer der Landgangkarte bekommt man alles wieder zurück inkl. Stempel im Pass. Für einen evtl. nächsten Ausflug braucht es keine Landgangkarte mehr.

So betreten wir also gegen 08:30 Uhr zum ersten Mal russischen Boden…..und werden mit Regen belohnt!


Nachdem alle Ausflügler im Bus Platz genommen haben, stellt sich die einheimische Stadtführerin vor und die Panoramarundfahrt mit einigen Fotostopps kann beginnen....zu unserem ersten Halt, der



St. Isaak-Kathedrale (1818-1858): die größte Kirche St. Petersburgs. Darüber hinaus zählt sie mit ihren beinahe schon überdimensionalen Ausmaßen – sie ist 111 Meter lang, 97 Meter breit und 101,5 Meter hoch – zu den größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Der Durchmesser der mit etwa 100 kg Gold beschichteten Hauptkuppel beträgt 26 Meter. In dem 10.767 m² großen Inneren der Kirche finden 14.000 Menschen Platz. 




Auf dem Platz gibt es einige Souvenir-Buden mit immer
denselben Babuschkas, bemalten Tellern und Bildchen!



kurzes Video der Isaakkathedrale und dem Denkmal von Nikolaus I.  
 
Nächster Fotostopp ist das

Smolnij-Kloster mit der Smolnij-Kathedrale (1748-1835): Eines der schönsten Bauwerke des russischen Barocks in Sankt Petersburg gehört zu einem als Kloster konzipierter Komplex.




 
Weiter geht’s zur
Auferstehungs- oder Blutkirche (1883-1912): Erbaut wurde die Jugendstilkirche nach den Plänen Alfred Alexandrowitsch Parland am Gribojedow-Kanal. Sie wurde zur Hundertjahrfeier des Sieges über Napoleon und zum 300 jährigen Jubiläum der Romanoff-Dynastie eröffnet.












Nordseite



Bei der Fahrt durch St. Petersburg kommen wir natürlich immer wieder ins Stocken, der Verkehr ist dicht und so wird auch diese Straßenbahn-Führerin von allen Seiten bedrängt:




Auf der nördlichen Seite der Dvortsovy-Brücke beim Birschewaja Ploschad
legen wir wieder einen kurzen Halt ein. Dort haben wir quer über die ganze Kreuzung einen mehr oder weniger schlechten Blick zur Eremitage, dem Winterpalast:

Im Hintergrund die Eremitage


Ein russischer GAZ
So fahren wir dann auch über diese Brücke und haben überraschenderweise einen Blick Richtung Leutnant-Schmidt-Brücke mit der MS Amadea links dahinter:


von links nach rechts: MS Amadea, MS Albatros und Delphin Voyager



Auf unserer etwa 3-stündigen Panoramafahrt sind wir noch bei der Peter-Paul-Festung und dem Panzerkreuzer "Aurora" vorbeigefahren. So haben wir schlecht Fotos davon machen können, auch wegen den nassen Scheiben vom Bus. Aber bei den jeweiligen Fotostopps haben wir Glück gehabt, da hat's aufgehört zu Regnen! 

Zurück beim Schiff müssen wir durch die Passkontrolle. Danach treten wir auf den Schiffssteg und haben einen wundervollen Anblick: Das Segel-Kreuzfahrtschiff „Sea Cloud II“ fährt auf uns zu!
Das müssen wir gleich auf Film und Speicherkarte bannen. Aber, da haben wir nicht mit dem pflichtbewussten (oder so?) russischen Beamten gerechnet, er verbietet uns zu filmen und zu fotografieren! Keine Ahnung wieso, wollte sich auch niemand mit ihm in eine Diskussion vertiefen. Dann eben schnell aufs Schiff rauf und von dort aus von diesem wunderschönen Schiff unsere Schnappschüsse machen.
Ansonsten hatten wir auf der ganzen Rundfahrt keine Fotoverbote! 
Aber: Die Innenräume des Peterhofs darf man nicht fotografieren. Fürs Fotografieren und Filmen bezahlt man in der Auferstehungskirche € 2.-- bzw. € 4.--.

Sea Cloud II








Am gegenüberliegenden Ufer die MS Albatros...



...und die Delphin Voyager vor der Mariä-Himmelfahrts-Kirche

 





















Im Jahr 1956 wurde in der Kirche eine Kunsteisbahn installiert, mit der die Blütezeit der Schule des Leningraders Eiskunstlaufes begann.


Vom Schiff aus hat man noch einen Blick in diese Straße: 
 




die Leutnant-Schmidt-Brücke




Häuserzeile und Straße, an der wir 2 Tage liegen werden


Fenster "unserer" Kabine



Im Hintergrund: Dreifaltigkeits-Kathedrale (1835)
Die markante russisch-orthodoxe Kathedrale wurde als
Regimentskirche für das Ismailowskij-Regiment errichtet

Am Abend um 19:00 Uhr gehen wir wieder los für die „Kanalfahrt bei Nacht“. Richtig dunkel wird es zu dieser Jahreszeit ja bekanntlich nicht! So sehen wir die Stadt nicht im Lichtermeer, dafür nochmals bei bedecktem Himmel und...... es regnet....
Also nochmals verregnete Scheiben oder auf diesem Kanalboot draußen im Nassen sitzen. Mal sehen, was uns erwartet.
Zuerst wieder der ganze Zirkus durch die Passkontrolle und eine 5-minütige Busfahrt zur Anlegestelle. Dort stürmen dann doch alle ins Innere, denn im Programm steht, es werde noch ein Sekt und Mineralwasser angeboten. Will man ja auch nicht drauf verzichten :-))

ein bischen eng ist's schon!


Aber schon bald nach der Abfahrt hat der Wettergott ein einsehen und lässt uns wenigstes draußen auf dem bzw. im Trockenen sitzen: 




Peter und Paul Kathedrale (1713-1722)
Die von Domenico Trezzini gestaltete Kathedrale hat einen
122,5 Meter hohen Turm mit einem sieben Meter hohen
Engelsstandbild





Blick zum Birschewaja Ploschad: Der französische
Baumeister Thomas de Thomon entwarf die 30 Meter
hohen rot-braunen Rostrasäulen als Leuchttürme,
dahinter das „Zentrale Museum der Kriegsflotte“


MS Amadea



Die Kunstkammer oder Kunstkamera ist ein Museum,
dessen Bestände zu den vollständigsten anthropologischen
und völkerkundlichen Sammlungen der Welt zählen.


Winterpalast (1762) - Das Eremitage-Museum ist in fünf aneinander grenzenden historischen Palästen untergebracht




Detail-Ansicht, Eremitage










nochmals die Peter-Paul-Festung


St.-Petersburger-Kathedralen-Moschee (1913)






Der Panzerkreuzer Awrora (russ.Аврора) ist ein russisches Kriegsschiff der ehemaligen zaristischen Marine und liegt seit ihrer Außerdienststellung 1956 als Museumsschiff in Sankt Petersburg. Das Schiff gilt als Symbol der Oktoberrevolution von 1917. Der Name des Schiffs wird in vielen Publikationen mit der deutschen bzw. englischen Übersetzung „Aurora“ angegeben.








 

 
Diese Kanalfahrt hat sich wirklich gelohnt, bekommt man doch Sankt Petersburg von einer schönen Seite zu sehen. All die Paläste der Zaren und Aristokratie, vornehme Bürgerhäuser und unzählige schön verzierte Brücken.
So bezeichnet man diese Stadt gerne als das „Venedig des Nordens“.

Noch ein Schnappschuss auf der Rückfahrt zum Schiff:






Dort angekommen dann noch diese Bilder:








Um 22:00 Uhr sind wir zurück auf dem Schiff und haben glücklicherweise bis morgen Nachmittag Zeit, unsere bisherigen Eindrücke zu verarbeiten.




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