Donnerstag, 17.6.2010
St. Petersburg. Da zahlreiche Brücken über die Newa zu niedrig für größere Schiffe sind, werden sie nur zwischen 02:00 und 05:00 Uhr „geöffnet“ (aber nicht, wenn die Newa im Winter zugefroren ist). Das sieht dann so aus:
| Leutnant-S |
Nachtschwärmer müssen also aufpassen, dass sie rechtzeitig an den Rückweg denken, oder sie müssen sich die Nacht etwas länger um die Ohren schlagen.
Da ich mir die Nacht nicht länger um die Ohren schlagen möchte, lege ich mich wieder auf Eines.
Heute haben wir Glück mit dem Wetter, der Himmel ist blitzblank geputzt,
11-12°C:
Ab 14:00 Uhr Beginn des 3. Landgangs: „Blutkirche und Stadtbummel“
Mit dem Bus fahren wir erstmal einen Umweg zur Blut- oder Auferstehungskirche: über die Leutnant-Schmidt-Bücke auf die Wassiljewski-Insel, dann auf die Petrograder Seite hinter der Peter-Paul-Festung vorbei Richtung Dreifaltigkeitsbrücke
| Die Troizki-Br überquert die Newa in Sankt Petersburg mit dem Troizki-Pl |
Über die Brücke am Marsfeld (ist eine ungefähr zwölf Hektar große Grünfläche) vorbei zur Blutkirche. Nun befinden wir uns im Stadtteil „Admiralteiski“ oder Admiralität.
| Nordseite |
Da wir nicht die einzige Gruppe sind, die diese bunte Kirche besuchen wollen, erhalten wir Kopfhörer zu einem Gruppenführungssystem. So haben wir die Stadtführerin mit ihren Informationen, wenn nicht in Sicht, so doch immer in den Ohren.
Fotografieren kostet € 2.--, Filmaufnahmen € 4.--. Heute dient die Kirche als Museum.
Die flächendeckende Ausgestaltung mit Mosaiken ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. So bin ich froh, dass wir nach ½ Std. auf der Südseite der Kirche wieder draußen sind. Eigentlich schade, aber die vielen Menschen auf's mal in dieser Kirche verhindern, dass man in Ruhe stehen bleiben kann.
| Südseite |
| Griboyedov |
Nun haben wir 1 Std. Freizeit, d.h. wir können zum nahe gelegenen Newskij-Prospekt gehen, um dort ein wenig zu flanieren.
Seit dem 18. Jahrhundert ist der Newskij- Prospekt die Hauptstraße der Stadt. In dieser Straße wurde mit dem Bau von Kirchen, Palästen, Kaufhöfen, öffentlicher Gebäuden begonnen.
| Newski-Pro |
| Kasaner Kathedrale |
Wir erreichen diese 4,5 Kilometer lange Straße und bleiben einfach mal stehen und schauen: auf der gegenüberliegenden Seite steht die Kasaner-Kathedrale: Das russisch-orthodoxe Kirchengebäude, das von 1801 bis 1811 nach dem Vorbild des römischen Petersdoms errichtet wurde, gehört zu den auffälligsten Gebäuden Sankt Petersburgs. Es beherbergte von 1932 bis 1990 das Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus, seit 1990 das Museum für Religionsgeschichte.
Da es nur so von geschäftsmäßig eilenden Menschen wimmelt und wir für den Weg von der Blutkirche bis hierher schon zu viel Zeit verbraucht haben, kehren wir lieber wieder um. Denn der Bus wartet auf der Nordseite der Blutkirche.
Der Bus fährt uns dann via Newskij-Prospekt auf direktem Weg zurück zum Schiff
| Im Hintergrun des Newski-Pro |
Noch ein letztes Mal bei den freundlichen Grenzbeamten vorbei und um ca. 17:30 sind wir oben auf der Amadea zurück....
….und ein weiteres Mal heißt es Abschied nehmen
Auf dem Weg raus aufs Meer haben wir dann noch diese „Gestalten“ gesehen:
| die großen Schiffe müssen draußen bleiben! |
| alter Schriftzug LENINGRAD |
Die MS Amadea verlässt Sankt Petersburg Richtung Tallinn, Estland
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