gemütlich auf dem Balkon

gemütlich auf dem Balkon
Sonntag, 20.6.2010
Mukran, Insel Rügen. Sonnenaufgang 04:12, Sonnenuntergang 21:44. Der Morgen ist sonnig, also drehe ich ein paar Runden auf dem Promenadendeck – zu Fuss und in zügigem Tempo
Alternativ hätte ich mich auch um 08:00 Uhr beim „Frühsport“ auf Deck 11, 
um 09:00 beim „Bauch – Beine – Po“ in der Atlantik Lounge,
um 09:15 bei der ökumenischen Morgenandacht,
um 10:00 beim "Tischtennis-Treff" im Japanischen Zimmer ,
um 10:30 bei der „Reling-Gymnastik“ mit Thera-Band, oder
um 11:00 beim „Shuffleboard-Treff“, Promenadendeck beteiligen können.
Wenigstens hat sich mein Mann für's Shuffleboard-Spielen interessiert!

Auf Deck 11 gibt es noch einen Golf-Garten, den man alleine benutzen kann oder sich, wie im Tagesprogramm jeweils angegeben, mit anderen und dem Golflehrer zusammen beim „Amadea-Golf-Club“ treffen kann.

Auf Deck 10, wo sich der Fitness-Raum befindet, ist auch der Wellness-Bereich untergebracht. Gegen Bezahlung kann man sich mit Massagen, Dampfbad, Sauna und Beauty-Anwendungen verwöhnen lassen. Der Ruheraum liegt hinter Panoramafenstern mit Blick nach hinten hinaus.

Bei nun strömendem Regen erreichen wir gegen 12:00 Uhr den Hafen von Mukran (Nähe Sassnitz). Da die ersten Ausflüge schon um 12:30 beginnen, kann man schon ab 11:30 zum Mittagessen gehen.

Bei uns geht der letzte Landgang um 13:00 Uhr los: „Ostseebad Binz und Rasender Roland“
Die Busse fahren so nah als möglich zur Schiffstreppe, so dass wir kaum durch den immer noch heftigen Regen spurten müssen und so fast Trocken in den Bus einsteigen können.
Als erstes fahren wir an einen Ort, der im Ausflugsprogramm gar nicht aufgeführt ist. So sind eigentlich fast alle recht erstaunt was sie jetzt zu sehen bekommen. Auch wenn wir zwei Schweizer die einzigen Ausländer in diesem Bus sind und von dem nun Kommenden noch nie etwas gehört haben, so haben auch die meisten deutschen Gäste diesen denkmalgeschützten Koloss „Seebad Prora“ noch nie leibhaftig gesehen.

Das Seebad Prora war ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und zum Teil auch errichtetes Seebad auf Rügen. Nach seiner Fertigstellung sollten hier durch die Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt, so dass heute der Koloss von Prora den Kern des Komplexes bildet. Dies sind acht auf einer Länge von etwa 4,5 Kilometer entlang der Küste aneinandergereihte baugleiche Häuserblocks, die ursprünglich Gästehäuser werden sollten. Da die zukünftige Nutzung weiterhin ungeklärt ist, verfällt der denkmalgeschützte Komplex zusehends.“ 




Mehr dazu kann man hier nachlesen.
















Die Häuserblocks stehen unmittelbar hinter dem schönen kilometerlangen Strand zur Ostsee:



Das Weisse am rechten, mittleren Bildrand ist die MS Amadea





Übrigens: seit Ankunft in Prora hat es glücklicherweise aufgehört zu Regnen, so dass wir das alles im Trockenen "genießen" können.

Mit dem Bus fahren wir weiter nach Binz zum Alten Bahnhof der "Rügenschen BäderBahn" bzw. "Rasender Roland“. Das ist eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn, welche täglich auf 750mm Spurweite von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren fährt.













Eine knappe halbe Stunde fahren wir durch eine hügelige Landschaft bis nach Putbus.








Die Busse warten bereits auf uns und schon geht’s weiter zum „Circus“ in Putbus. Nein, das ist kein „Zirkus“, es ist ein kreisrunde Platz auf dem sämtlich Straßen zusammenlaufen:








Der Circus Putbus gilt als der letzte einheitlich ausgeführte Rondellplatz in Deutschland und ist 1828 angelegt und im Wesentlichen bis 1845 mit klassizistischen Häusern umbaut worden.
 




Nun fahren wir wieder nach Binz zurück und können in der Nähe der Strandpromenade aussteigen. Gemeinsam mit der Stadtführerin spazieren wir der Promenade entlang...
Strandpromenade 30: Villa Udine, Appartemen-Haus, gehört in die Liste der Baudenkmale von Binz


...Richtung Kurhaus und Seebrücke. Ab hier haben wir 1 Std. zu freien Verfügung.











Das Kurhaus, davor befindet sich der Konzertplatz mit dem Pavillon.





Der Weg zurück zum Bus führt uns in der Fortsetzung der Seebrücke durch die Hauptstraße. Das ist jetzt aber keine viel befahrene, laute Strasse, sondern eine Fußgängerzone gesäumt von prachtvollen, weiß gestrichenen Häusern:




Auf dem Schiff zurück sind wir dann um 17:30. Da der Nachmittag recht intensiv war, gönnen wir uns eine Erholungspause vor dem um 19:30 beginnenden Abschieds-Gala-Abendessen.
Ja, leider heißt es schon bald Abschied nehmen von einer wunderschönen Reise in die Ostsee. Aber noch sind wir 2 Nächte auf dem Schiff, und da wir morgen Abend den Nord-Ostsee-Kanal befahren werden, ist das Abschieds-Essen auf heute „vorverschoben“.
Um 19 Uhr findet der „Cocktail zum Ende der Reise“ in der Atlantik Lounge statt. Der Kapitän, die Schiffs- und Hotelleitung, der Kreuzfahrtdirektor und das Phoenix-Team verabschieden sich von den Passagieren.
Wer den Anfang der Reise mitgelesen hat, kann jetzt richtig erraten, dass wir da schon wieder schwänzen werden...
Um 19:15 gehen wir in den Bereich des Restaurants „Amadea“. Da ja freie Tischordnung herrscht, warten hier schon v.a. diejenigen, welche mit mehreren Personen zusammen einen passenden Tisch ergattern wollen. In diesem Fall finden wir die freie Tischwahl eher eine schlechte Einrichtung. So stehen gut gekleidete Herrschaften in ihren Gala-Garderoben schon bald verschwitzt im Gedränge vor der geschlossenen Türe und warten gebannt auf deren Öffnung! Natürlich auch wir jetzt noch ¼ Stunde ;-)
 


Das mehr gängige Menü kann man hier nachlesen.


Um 24 Uhr verlässt die MS Amadea Mukran und nimmt Kurs auf Hamburg.
Aber vor dem endgültigen AUS haben wir ja noch einen Seetag...



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